AIRBAG-DEFEKT: MASSEN-RÜCKRUF

(11.4.2013) Japans Auto-Industrie ist von der größten Rückruf-Aktion seit 18 Jahren betroffen: Der auf Sicherheits-Systeme spezialisierte Auto-Zulieferer Takata dürfte spätestens ab dem Jahrtausend-Wechsel über geraume Zeit fehlerhafte Beifahrer-Airbags fabriziert haben. Damit beliefert hat er Kunden wie Toyota (weltweit ca. 1,7 Mio. Fahrzeuge), Honda (ca. 1,1 Mio.), Nissan (unter 500.000) und auch Mazda (ca. 45.000). Zur Situation in Österreich hat bislang nur Toyota Frey konkret Stellung bezogen. Demzufolge werden insgesamt 7.700 Toyota (inklusive Lexus) der Baujahre 2000 bis 2004 in die Werkstätten beordert. Definitiv betroffen sind Fahrzeuge der Modell-Reihen Corolla, Yaris, Avensis, Picnic, Avensis Verso, Camry und der Lexus SC 430. Bei Honda soll es sich dem Vernehmen nach um die Modelle Jazz und CR-V aus den Baujahren 2001 bis 2003 handeln (ohne Gewähr).

Angeblich liegt das Airbag-Problem in einem defekten Gasgenerator begründet. Wird der Luftsack bei einem Crash ausgelöst, könnte es zu einem Überdruck im Zünder kommen, wodurch sich kleine Metall-Partikel lösen. Ergo sollte ein simpler Düsen-Wechsel genügen, um eine Verletzungsgefahr zu bannen. Laut Toyota Deutschland gab es bisher fünf Fehlfunktionen, wobei aber niemand verletzt worden sei. Auch Toyota Frey betont, dass Personen-Schäden nicht bekannt seien. Der Rückruf erfolge freiwillig. In der Werkstatt werde das betroffene Bauteil überprüft und, sofern erforderlich, kostenfrei getauscht. Ein Vorgang, der je nach Modell bis zu zweieinhalb Stunden dauern könne.

NACHTRAG: Honda Austria hat auf unsere Meldung reagiert und teilt dazu wie folgt mit: „Vom Rückruf in Österreich sind insgesamt 885 Honda-Fahrzeuge betroffen, und zwar die Modelle Civic, CR-V, Stream und Jazz der Baujahre 2001 bis 2003. Die Kunden werden im Mai über den Versicherungs-Verband verständigt.“

toyota_corolla_2002 Gegen Zulieferer-Mängel ist selbst das zuverlässigste Auto der Welt nicht gefeit. Auch der Toyota Corolla der Baureihe E120 (bis 2004) ist von der Rückruf-Aktion nicht ausgenommen (Foto: Toyota)


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