Österreichs Auto-Portal für alle Junggebliebenen

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CRASHTEST: KEIN ENDE DER STERNEN-TIEFFLIEGER

(1.3.2017) Völlig neue Autos, und dennoch erzielten sie nach dem Crashtest durch Euro NCAP nicht durchwegs fünf oder zumindest vier Sterne im Kleinstwagen-Segment. Heute wurden die Ergebnisse von sechs Prüflingen veröffentlicht: dem Audi Q5 mit fünf Sternen sowie dem Land Rover Discovery mit fünf Sternen und dem Toyota C-HR mit fünf Sternen. Weniger erfreulich fielen die Bewertungen für den Kleinwagen Citroën C3 mit gerade noch akzeptablen vier Sternen (weil er bei der Fußgängersicherheit patzte) sowie für die Kleinstwagen Fiat 500 mit drei Sternen und Ford Ka+ mit ebenfalls nur drei Sternen aus. Beide schwächelten sowohl bei der Fußgängersicherheit als auch wegen ihrer „mangelhaften Ausstattung mit Fahrerassistenten“, wie der ÖAMTC in seiner diesmal eher prägnanten Analyse erläutert. Umfassender Stellung bezieht der Club zum miserablen Abschneiden des Ford Mustang, der schon im Jänner einem Crashtest unterzogen worden ist. ● Apropos Club: Der ARBÖ begeht heuer sein 50-Jahr-Jubiläum, wozu er nicht nur 50 Preise im Wert von insgesamt 30.000 Euro verlost (Hauptgewinn ist ein Hyundai i20), sondern neuen Mitgliedern auch den Einstieg versüßt: AutofahrerInnen, die bis 30. April dem ARBÖ beitreten, zahlen für dieses Jahr nur noch € 50,– statt regulär € 81,30.

skoda_fabia Auf den ersten Blick wird man am aufgewerteten Fabia (Kurzheck wie Combi) nicht viel erkennen. Etwa die optionalen Connect-Dienste „always one“ mit Verkehrs-Infos in Echtzeit sowie Pannen- und automatischem Not-Ruf. Oder für den Dreizylinder das neue Assistenz-System ACC zur Distanz-Regelung (Foto: Skoda)

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SMART: ERSTARKTE E-VERSION MIT AUSTRIA-SPEZIALITÄT

(22.2.2017) In Geduld üben müssen sich potenzielle Käufer des neuen smart electric drive. Seit einem halben Jahr steht er zwar für Testfahrten zur Verfügung, aber mit seiner Markteinführung ist erst in diesem Frühjahr zu rechnen. Jedoch nicht in Österreich, wo man noch bis zum Herbst oder sogar bis zum Jahresende warten muss. Grund: Der emissionsfreie City-Flitzer wird hier zu Lande in den Genuss eines serienmäßigen 22-kW-Schnell-Laders kommen, mit dem die Aufladung von null auf 80% unter idealen Bedingungen (drei Phasen) in weniger als 45 min erfolgen soll. Ein Zeitvorteil, der aber offenbar erst mal einer Vorbereitungszeit bedarf. Diese kann man sich bis zum Debüt des quirligen Elektro-Stadtflohs zumindest mit laufenden Informationen vertreiben. Gegenüber dem nicht mehr produzierten Vormodell mit 55 kW, 130 Nm und einer Norm-Reichweite von 145 km hat der auf 60 kW sowie 160 Nm erstarkte Nachfolger immerhin so viel zugelegt, dass man sich mit dem Neo-E-smart im urbanen Bereich jedem anderen Vehikel mit vier Rädern haushoch überlegen fühlt. Wobei die Norm-Reichweite von nunmehr 160 km für das Tageswerk eines deklarierten „Gassenfegers“ mehr als genügen dürfte. Nur 5 Kilometer weniger als der geschlossene fortwo erzielen das Cabrio und der neuerdings dritte Elektro-smart forfour. Um Energie zu sparen und Reichweite zu generieren, hat der E-smart eine Vorklimatisierung, wie wir sie etwa beim Audi A3 e-tron (Foto-Galerie) kennengelernt haben. Dadurch lässt sich der Innenraum z.B. schon auf die gewünschte Temperatur bringen, während das Auto noch zum Laden an der Steckdose hängt. An den Hyundai Ioniq erinnert hingegen die mittels Eco-Taste erzielbare kräftige Rekuperation, wodurch die Betätigung des Bremspedals weitgehend überflüssig wird. Die Preise für den neuen smart electric drive könnten dem Vernehmen nach bei rund 24.000 Euro starten – vor Abzug der Förderung, versteht sich.

NACHTRAG vom 23.2.2017: Wie der ARBÖ verlautbart, zeigt das E-Mobilitätsprogramm bereits Wirkung: So wurden im Jänner 2017 bundesweit 339 E-Autos zugelassen, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 41,8% entspricht. Eine Steigerung von sogar 251,6% konnten übrigens Hybrid-Fahrzeuge (Benzin/Elektro) verzeichnen, von denen im ersten Monat diesen Jahres 559 Stück erstmals zugelassen wurden. So die Angaben der Statistik Austria.

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MUSTANG-CRASHTEST ENDET MIT RIESEN-BLAMAGE FÜR FORD USA

(25.1.2017) Da wird Europa jahrelang die US-Crash-Norm als besonders realitätsnah vorgegaukelt – doch sobald Euro NCAP ein US-Erfolgsmodell wie den Ford Mustang einem Crashtest nach europäischer Norm unterzieht, hat das ein geradezu katastrophales Ergebnis zur Folge: Blamable zwei Sterne (von fünf möglichen) hat das Muscle Car, das in Österreich voriges Jahr immerhin 267-mal verkauft worden ist, beim heuer ersten Euro NCAP-Test erzielt. Ein „Kunststück“, das zuletzt den Italienern mit dem Lancia Ypsilon gelungen ist. Die Gründe für das miserable Abschneiden des Mustangs: Fahrer- und Beifahrer-Airbag haben versagt, weil beide Dummys in Kontakt mit dem Lenkrad und der Armaturentafel gerieten. Kritik hagelte es außerdem für zu lasche Gurtstraffer und für Fondgurte, unter denen man durchrutschen könne. Darüber hinaus würden bei einem Heckaufprall allen Insassen Halswirbel-Verletzungen drohen. Generell keine gute Figur macht der opulente Ami-Roadster in den Disziplinen Kindersicherheit (unzureichender Schutz für größere Kids bei einem Seitenaufprall) sowie Sicherheits-Unterstützung. Hier gelobt Ford aber Besserung, indem man den Mustang ab dem Facelift für 2018 z.B. mit einem Notbrems-Assistenten serienmäßig ausrüsten will. Ob solche Feinoptimierungen jedoch genügen, um eine akzeptable Bewertung zu erreichen, darf bezweifelt werden. Wie es richtig geht, demonstriert wieder mal Volvo: Die Schweden machen ihrem beispielhaften Sicherheits-Verständnis alle Ehre und haben mit der großen Limousine S90 (bzw. dem Kombi V90) locker den Top-Wert von fünf Sternen eingefahren. In den USA wäre es dagegen ratsam, einen neuen Ralph Nader zu aktivieren. Damit man dort statt des Trump’schen „America first“ besser wieder ein Safety first der Autohersteller verfolgt.

Apropos: Zum 20-Jahr-Jubiläum vermittelt Euro NCAP sehr anschaulich, welch enorme Fortschritte in den vergangenen Jahrzehnten bei der Fahrzeugsicherheit erzielt worden sind. Eigentlich schon etwas zu anschaulich, weil es sich bei den Vergleichskandidaten in der Kleinwagenklasse zum einen ums aktuelle Paradebeispiel Honda Jazz handelt und zum anderen um den bereits 1990 eingeführten Rover 100, dem Nachfolger des ebenso mäßig erfolgreichen Mini Metro (NACHTRAG vom 1.2.2017).

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VIENNA AUTOSHOW & CO.: FAST 150.000 BESUCHER

(17.1.2017) Mit exakt 149.905 BesucherInnen ist die Vienna Autoshow in Kombination mit der Ferien-Messe 2017 nur knapp an der 150.000er Marke vorbeigeschrammt. Ein Wert, der zuletzt 2014 übertroffen wurde. Gegenüber den Jahren danach konnte Veranstalter Reed Exhibitions Wien aber eine mehr oder weniger respektable Steigerung verzeichnen: Im Vergleich zum Vorjahr wurden 1.146 mehr BesucherInnen gezählt. Einen stetigen Zuwachs gibt’s dagegen am Händler- & Pressetag der VAS, auf dem sich diesmal 8.289 Gäste einfanden. Und damit um 435 mehr als 2016, um 1.001 mehr als 2015 usw. Die Auto-Importeure zeigen sich da nicht zuletzt gegenüber Top-Kunden immer großzügiger. Sie werden wissen, warum. Gut sieht es auch mit der Kaufbereitschaft des VAS-Publikums aus, von dem der gewohnten Umfrage zufolge 38,8% den Erwerb eines Autos planen (Vorjahr: 38,1%), wovon 73,1% einen Neuwagen ins Auge fassen (Vorjahr: 67,8%). Ebenfalls durch diese Umfrage werde die Beliebtheit der VAS dokumentiert, sagen die Messe-Verantwortlichen. Demnach lässt sich die Hälfte der Besucher (konkret 49,7%) keine oder kaum eine Autoshow entgehen, während sie von 29,3% gelegentlich besucht wird. 21% waren heuer zum ersten Mal auf der VAS. Erfreut zeigt sich Reed Exhibitions zudem über die Auswirkung des im Vorjahr erneuerten Internet-Auftritts. Der moderne Look der Website, so heißt es, brachte nicht nur 25% mehr Interessenten auf die Online-Präsenz, sondern sorgte außerdem für einen 20%-igen Zuwachs bei verkauften Online-Tickets. ● Bei mehreren durchgeführten Tests vermochten sie nicht restlos zu überzeugen: so genannte „Müdigkeitswarner“, die auf zufallende Augenlider des Fahrers reagieren (sollten). Jetzt stellte ein US-Unternehmen anlässlich der CES ein neuartiges System vor, das mittels Sensoren in der Kopfstütze drohenden Sekundenschlaf erkennen soll. Mehr dazu berichtet die Nachrichtenagentur pressetext.

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AUTOSHOW = AUTOMARKT: ALLE ZAHLEN, DATEN, FAKTEN, TRENDS

(11.1.2017) Zum Auftakt der Vienna Autoshow wird traditionell auch Farbe bekannt. Im Klartext: Die Statistik Austria enthüllt alle Infos über die Vorjahres-Entwicklung des österreichischen Automarkts. Das Haupt-Interesse gilt natürlich den Pkw-Neuzulassungen, die um 6,8% auf 329.604 Stück gesteigert werden konnten. Damit lagen wir vor sechs Tagen mit der etwas optimistischeren Ankündigung von 329.668 Neuzulassungen nur knapp daneben. Schon länger steht hingegen fest, dass 2016 für den heimischen Neuwagenhandel durch diesen Zuwachs „das drittbeste Jahr in der jüngeren Automobilgeschichte war“, wie es Günther Kerle als Sprecher der Auto-Importeure am heutigen Presse- und Händlertag der VAS formulierte. Und nicht nur das. Auch bei den alternativen Antrieben hat sich im Vorjahr endlich mehr bewegt: So erzielten Benzin-Hybrid-Pkw ein sattes Verkaufs-Plus von 55,5%, was 4.392 neuen Zulassungen entspricht, und Elektro-Pkw legten sogar um beachtliche 128,1% zu, wodurch immerhin 3.826 völlig emissionsfreie Neuwagen verkauft worden sind. Ein Trend, „den wir mit unserem E-Mobilitätspaket noch beschleunigen“, versicherte Verkehrsminister Jörg Leichtfried anlässlich der VAS-Eröffnung. Das Ziel sei, Österreich bis 2020 elektrofit zu machen. Für Klaus Edelsbrunner, dem frischgekürten Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels, sollte die E-Mobilitätsförderung allerdings um Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb erweitert werden. Denn für Vielfahrer seien E-Autos ebenso wenig geeignet wie für jene Kfz-Halter, denen im urbanen Bereich die entsprechenden Lademöglichkeiten fehlen. Importeur-Sprecher Kerle wetterte vor allem gegen die „einseitige öffentliche Debatte zum so genannten Dieselprivileg“. Ihm sei es schleierhaft, wie man davon überhaupt sprechen könne – im Anbetracht dessen, dass Österreichs Autofahrer im Europa-Vergleich finanziell ohnehin überdurchschnittlich belastet werden. „Im Sinne des Wirtschaftsstandorts Österreich ist es ungemein wichtig“, so Kerle wörtlich, „die Branche nicht dauernd an den Pranger zu stellen“. Stattdessen sollte man danach trachten, dass die überaus innovative Autobranche hier zu Lande bei allen Entwicklungen vorn mit dabei sei.

Hier nun das komplette Datenmaterial zum heimischen Automarkt 2016 – entweder in Form einer übersichtlichen Zusammenfassung oder umfassend detailliert mit Grafiken.

Abschließend noch eine interessante Information zum Thema E-Auto – quasi direkt von der Messe: Die Porsche Holding Salzburg ist mit der Firma Kreisel eine Kooperation eingegangen. Und nun viel Spaß: Die Vienna Autoshow ist von Donnerstag bis Sonntag jeweils von neun bis 18 Uhr geöffnet.

vienna_autoshow_hyundai_mayr_kerle_punzengruber_edelsbrunner_leichtfried Machen es der neue Ioniq und der brandneue i30 wieder gut? Hyundai Österreich muss 2016 ein Absatz-Minus von 20,1% verkraften, hat aber „brav“ seine Tages-Zulassungen reduziert (während sich Premium-Anbieter Audi auf Rang 2 hievte!) Im Bild v.l.: Hansjörg Mayr (Hyundai), Günther Kerle, Mag. Roland Punzengruber (Hyundai), Ing. Klaus Edelsbrunner und Mag. Jörg Leichtfried

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IM KOMMEN: AUFGEWERTETER MERCEDES GLA, NEUER HONDA CIVIC

(9.1.2017) Rund drei Jahre nach seinem Marktdebüt wird dem Kompakt-Modell der umfangreichen Mercedes-SUV-Palette ein Facelift verpasst: Highlight beim überarbeiteten GLA ist eine Ergänzung des Motoren-Programms durch den 184 PS starken Zweiliter-Benziner, der sich allerdings als GLA 220 „wichtig“ macht. Mit der Übereinstimmung von Hubraum und Modellbezeichnung nimmt man’s ja heute nicht mehr so genau (siehe dazu auch die neue Preisliste mit allen Daten). Geordert werden kann der GLA 220 ausschließlich mit Allrad alias 4Matic samt 7G-Automatik. Eine Alleinstellung in seinem Segment habe der GLA, betonen die Stuttgarter, dank neuerdings verfügbarer Komfort- und Sicherheits-Features wie eine 360-Grad-Kamera und eine durch Fußbewegung unterm Stoßfänger öffnende Heckklappe („Hands-Free Access“). Optisch unterscheidet sich das aufgefrischte Modell nur dezent vom Vorgänger. Außen erkennt man den 2017er Jahrgang an neu designten Stoßfängern. Außerdem stehen zusätzliche Alufelgen zur Wahl. Innen finden sich neue Sitzbezüge und Zierteile. Eine Aufwertung hat das Interieur vor allem durch verchromte Elemente und auch Schalter wie bei der optionalen E-Sitzverstellung erfahren. Darüber hinaus gibt’s gegen Aufpreis jetzt energieeffiziente LED-Scheinwerfer, die das Bi-Xenon- Licht ablösen, und serienmäßig Voll-LED-Heckleuchten mit sehr sinnvoller „Multilevel“- Funktion (mehr dazu im obigen Bildtext). Seine Weltpremiere feierte der wahrscheinlich ab dem Frühjahr lieferbare Neo-GLA gestern auf der NAIAS in den USA. Auf der Vienna Autoshow kann man dafür interessante Mercedes-Neuheiten wie etwa die E-Klasse All-Terrain in Augenschein nehmen. ● Für März kündigt Honda die Markt-Einführung des neuen Civic an, über den Auto-Kaufberatung.at im September des Vorjahres bereits alle wichtigen Infos geliefert hat. Ihre Österreich-Premiere hat die zehnte Civic-Generation natürlich auf der VAS, wo sich die Besucher vom „größten Innenraum dieser Fahrzeug-Klasse“ überzeugen können. Auch das Gepäckabteil hält ein Volumen von beachtlichen 478 Litern parat. Die zur Wahl stehenden Benziner mit 129 und 182 PS können sowohl mit 6G-Schaltung als auch CVT-Automatik kombiniert werden. Bedauerlich, dass – wie schon berichtet – beim neuen Modell die so variablen „Magic Seats“ entfallen mussten. Dies ist der nunmehr niedrigeren Sitzposition geschuldet (zumal große Fahrer mit der bisher höheren nicht wirklich glücklich waren), die freilich nur durch eine Verlagerung des Tanks erreicht werden konnte. Dessen bislang zentrale Anordnung unter den Frontsitzen hatte die einzigartige Variabilität im Fond ja erst ermöglicht. Zum Marktstart in Österreich hält man für „schnellentschlossene Kunden“, wie es heißt, einen Take-Off-Bonus in Höhe von 1.000 Euro bereit. Der Einstiegspreis für den neuen Civic beträgt damit 19.990 Euro. Tipp: Das noch aktuelle Vormodell wird zu Sonder-Preisen ab 15.900 Euro (Benziner mit 100 PS) offeriert.

jaguar_allrad-offensive Jaguar will seine Allrad-Kompetenz durch ein ganz spezielles Kunden-Zuckerl kommunizieren: Bei Kaufabschluss bis 31. März wird jedes Modell (lagernder Vorführ- oder Neuwagen) mit AWD-Antrieb ohne Aufpreis angeboten. Dadurch erspart man sich bis zu 3.300 Euro, über die sich z.B. Käufer eines F-Pace (Bild) freuen können (Foto: Auto-Kaufberatung.at)

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HEIMISCHER PKW-MARKT 2016 MIT STARKEM NEUZULASSUNGS-PLUS

(5.1.2017) Jetzt ist es endgültig besiegelt: Österreichs Neuwagen-Markt hat voriges Jahr so kräftig zugelegt, wie schon lange nicht mehr. Zwar beziehen sich die Dezember-Zahlen noch auf Meldungen des Verbands der Versicherungsunternehmen Österreichs (kurz VVO) und sind deshalb laut Statistik Austria „nicht auf Plausibilität geprüft“, doch mit massiven Änderungen ist freilich kaum mehr zu rechnen. Verlässt man sich also auf die ungeprüften Daten, wurden 2016 insgesamt 329.668 neue Pkw verkauft, was gegenüber 2015 einem Zuwachs von 6,84% entspricht. Damit reiht sich das Vorjahr zwischen 2012 und 2013 ein, als hier zu Lande 336.010 resp. 319.035 Neuwagen zugelassen wurden. Einer der Clous dabei ist – das hat sich das ganze Jahr über ja schon klar abgezeichnet –, dass die VW- Konzern-Marken den Mitte 2015 aufgedeckten Abgasskandal besser überstanden haben, als man es vielleicht erwartet hat. Hier zum Vergleich die Entwicklung der Marktanteile:

Audi 2015: 5,55%, bis 11/2016: 5,43% (Zulassungen +8,88%), 12/2016: 8,0% (lt. VVO)
Seat 2015: 3,35%, bis 11/2016: 4,65% (Zulassungen +14,01%), 12/2016: 3,7% (lt. VVO)
Skoda 2015: 5,23%, bis 11/2016: 5,51% (Zulassungen –0,57%), 12/2016: 4,8% (lt. VVO)
VW 2015: 16,93%, bis 11/2016: 17,04% (Zulassungen +5,03%), 12/2016: 17,6% (lt. VVO)

Bis auf Skoda mit einem winzigen Zulassungsminus und Volkswagen konnte man sich in der Alpenrepublik demzufolge klar (Audi) bis sehr deutlich (Seat) über dem Gesamtmarkt behaupten. Wobei man sich um Skoda für 2017 kaum Sorgen machen muss, nachdem im März der überarbeitete Octavia auf den Markt kommt und das 25-Jahr-Jubiläum durch mehr oder weniger attraktive Preisvorteile lanciert wird. ● Übrigens: In Deutschland, wo man 2016 bei den Pkw-Neuzulassungen ein Plus von 4,5% erzielt hat, musste die Marke VW mit minus 4,3% durchaus Federn lassen. Allein im Dezember brachen die Verkäufe um 16% ein. Trotzdem beträgt der Anteil des Marktführers in der Heimat immer noch stolze 19,6%. Die klaren Gewinner im Nachbarland sind die Importeure mit Zuwächsen von rund 8%, während sich die deutschen Produzenten mit Steigerungen von rund 3% „begnügen“ müssen. Die Aussichten für heuer sehen Experten in Deutschland weniger rosig. Man rechnet mit steigenden Spritpreisen und auch damit, dass die Zeit niedriger Zinsen bereits zu Ende gehen werde. ● Zum Abschluss noch ein Übergag aus Übersee: Im Land der künftig unbegrenzten Klima-Erwärmung (diese wird vom designierten US- Präsidenten bekanntlich in Abrede gestellt) schmiedet man dennoch große Pläne für den Umweltschutz. So will Ford „schon“ in den nächsten fünf Jahren 13 neue E-Fahrzeuge präsentieren. Mit dabei der „zarte“ Pick-up F-150 in einer Hybrid-Version! Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis man dieses Ungetüm massenhaft an Ladestationen hängen sehen wird. Zumindest in den feuchten Träumen des dortigen Ford-Managements …

seat_markenmonitor_2016 Seats starke Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Die Marke gewann 2016 den hier zu Lande erstmals vergebenen „MarkenMonitor“ – einen Preis für beispielhafte Händler-Zufriedenheit mit dem Importeur. Für die neutrale Studie wurden 515 heimische Auto-Betriebe befragt. Dabei hat sich Seat sowohl bei den Top-Marken mit mehr als 4% Markt-Anteil als auch insgesamt an die Spitze gesetzt

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VERKEHRSSICHERHEIT: ÖSTERREICH AUF RICHTIGEM WEG

(1.1.2017) Vorerst ein Prosit Neujahr! Wobei wir natürlich nicht so pietätlos sind, auf die bisher niedrigste Zahl an Verkehrstoten auf Österreichs Straßen anzustoßen. Zumal 427 tödlich Verunglückte im Vorjahr gegenüber dem „zweitbesten“ Ergebnis 2014 mit 430 toten Menschen wohl keinen Anlass bieten, in einen Freudentaumel zu verfallen. Auch deshalb, weil man das Jahr 2014 nicht nur ganzheitlich betrachten darf, nachdem es zu Beginn noch mit Opfer-Zahlen schockte, die danach umso deutlicher gesunken sind. Wenig optimistisch stimmte 2015 wiederum die Entwicklung, wonach mehr Tote durch Nicht-Angurten zu beklagen waren. Ein Rückschritt in Sachen Sicherheitsbewusstsein, mit dem man eigentlich nicht mehr gerechnet hatte. Dennoch dürfte sich Österreich dank eines Verkehrsministers, der endlich konkrete Maßnahmen (durch-)setzt, nun auf dem richtigen Weg befinden: Man habe 2016 zwar einen historischen Tiefstand erreicht, erklärte Jörg Leichtfried, werde sich damit aber nicht zufrieden geben, sondern 2017 mit einem Sicherheitspaket starten. Und dessen Inhalt klingt jedenfalls nach Know-how. „Wir gehen gezielt gegen die Haupt-Unfallursache Ablenkung am Steuer vor“, so Leichtfried, „indem z.B. ein Verstoß gegen das Handy-Verbot künftig auch mittels Fotobeweis geahndet werden kann.“ Außerdem setze man bei den Jungen an: „Wir haben die Probezeit für Fahranfänger auf drei Jahre verlängert und die Moped-Ausbildung modernisiert.“ (Siehe dazu auch die Meldung vom 27.12.2016.) Dass man auf der Insel der Weinseligen auch rigoroser gegen Trunkenheit am Steuer vorgehen muss, versteht sich von selbst. Jedes Jahr wird hier zu Lande rund 26.000 Personen der Führerschein abgenommen, von denen sich jedoch 4.000 wieder besoffen hinters Lenkrad setzen. Nun soll ein Pilotversuch mit Alkohol-Wegfahrsperren den „Betroffenen“ ermöglichen, unter bestimmen Voraussetzungen nach mindestens zwei Monaten Führerschein-Entzug ins so genannte Alkolock-Programm einzusteigen. Damit werde verhindert, ist Leichtfried überzeugt, „dass sich die Fahrerinnen und Fahrer wieder betrunken ans Steuer setzen“. Auf die Umsetzung in der Praxis darf man gespannt sein.

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VAS-PREMIEREN: KLAPPT ES DIESMAL MIT DER KOMMUNIKATION?

(30.12.2016) Immer wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo eine Premiere her. So ungefähr erging es den Brancheninsidern und Messebesuchern auf der vorigen Vienna Autoshow, die in knapp zwei Wochen wieder abgehalten wird. Dass die Vermittlung der insgesamt zur Schau gestellten Europa-Premieren bis zum Messe-Auftakt nicht so richtig geklappt hatte, lag damals an einer verunglückten Kommunikation zwischen dem VAS- Veranstalter Reed Messe und Porsche Austria. Allerdings muss man dem heimischen Repräsentanten der VW-Marken auch außerordentliches Engagement im „Auftreiben“ von VAS-Premieren zugestehen. Zumal diese sowohl von der Auto-Branche als auch von Konsumenten sehr aufmerksam registriert werden, wie das Zugriffs-Ranking auf Auto- Kaufberatung.at mehr als deutlich belegt. (Allein der Nachruf über den leider viel zu früh verstorbenen Christian Politschnig markiert seit über elf Monaten einsam die Spitze der meistgelesenen Meldungen auf diesem Online-Portal.) Umso mehr hofft man natürlich, dass es bei den derzeit angekündigten zwei Welt-Premieren (die beiden überarbeiteten VW-Konzern-Modelle Seat Leon und Skoda Octavia), zwei Europa-Premieren (neuer BMW 5er und Mini Countryman) sowie 33 Österreich-Premieren nicht bleibt, sondern bis zum Messe-Start noch mehr Top-Neuheiten zum VAS-Erfolg beitragen können. Eine Hoffnung, die klarerweise vor allem auf Porsche Austria ruht, wo man ja schon mehrmals quasi in letzter Minute eine kleine Sensation „hervorzauberte“. Wie zauberhaft wäre es doch, würde dies auch einem anderen großen Importeur im Jänner 2017 gelingen …

Autonomes Fahren stößt auf große Vorbehalte, ermittelte der Münchner Marktforscher Consline in seiner jüngsten Studie, für die 1.379 User-Kommentare mit insgesamt 2.723 Aussagen aus relevanten deutschsprachigen Onlinequellen ausgewertet wurden. 59% der deutschen Autofahrer erachten die Technik zum Autonomen Fahren demzufolge als noch nicht ausgereift und finden es befremdlich, das Fahren „in die Hände“ eines Autos zu geben. Die Akzeptanz wird aber durch konkrete Erfahrung mit Assistenz-Systemen wie Abstandsregler und Spurhalter deutlich erhöht. Allerdings bleiben heftige Bedenken hinsichtlich der „Kompatibilität“ mit anderen Verkehrsteilnehmern wie etwa Fußgängern sowie wegen Haftungsfragen und Datenmissbrauchs. Im Ranking der Nützlichkeit liegt der Abstandsregeltempomat mit 60% positiver Bewertung vorne, Schlusslichter bilden die Verkehrszeichen-Erkennung und der Bremsassistent mit je knapp 60% negativer Bewertung. Hier werden von den Autofahrern „erhebliche Fehlfunktionen“ bemängelt. Überraschende Unterschiede zeigen sich bei Vergleichen der Premium-Marken: Trotz tödlicher Unfälle liegt Tesla beim Abstandsregeltempomat und Spurhalte-Assistenten deutlich vor deutschen Nobelmarken. Der Tesla-Bremsassistent wird jedoch kritisch gesehen. In Summe halten die Nutzer noch intensive Verbesserungen der Assistenz-Systeme für erforderlich, insbesondere in Sachen Verkehrsfluss („Sicherheitsabstand zu groß“), Fehlerquote („falsche Reaktion des Systems“) sowie Dosierung („ruckartiges Anfahren“, „unnötig hartes Bremsen“). Und hier auf einen Blick: Tortengrafiken sagen oft mehr als tausend Worte.

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AB 2017 NEUERUNGEN FÜR ÖSTERREICHS STRASSENVERKEHR

(27.12.2016) Alle Jahre wieder stehen den AutofahrerInnen viele Änderungen bevor. Meist Reformen und neue Vorschriften, mit denen man sich bald vertraut machen sollte. Denn Unwissenheit schützt, wie uns praktisch schon mit der Muttermilch eingetrichtert wurde, nicht vor Strafe! Dazu gehört auch, dass man als Fahrer eines Elektro-Fahrzeugs durch das so genannte Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L) nach wie vor unfair behandelt wird. Warum? Weil jedes aus Umweltschutzgründen verhängte Tempolimit für Autos, die keine Emissionen abgeben, eigentlich nicht gerechtfertigt ist. Darüber wurde vor etlichen Jahren (damals noch mit dem Fokus auf Erdgas-Autos) ebenso diskutiert wie heute. Stattdessen will der Gesetzgeber die Sanktionen bei einem Verstoß nach dem IG-L sogar noch verschärfen, und zwar generell, wie es den Anschein hat. Man stelle sich z.B. einen VW e-Golf (siehe Bildtext oben) mit Radklammern nach einem vermeintlichen IG-L-Vergehen vor, weil die Exekutive angeblich außerstande sein soll, zwischen einem Fahrzeug mit Elektro- und Verbrennungsmotor zu unterscheiden. Eine Ausrede, die sich mit den andersfärbigen Kennzeichen für E-Autos endgültig ad absurdum führen wird. Aber das ist nur eines von etlichen Themen mit Aufregungs-Potenzial. Welche (vereinzelt erfreulichen) Neuerungen der Gesetzgeber für nächstes Jahr sonst noch parat hält, hat der ÖAMTC detailliert aufgelistet.

mercedes_e-klasse_coupe_skoda_octavia Statt Neuheiten vom Gesetzgeber gefallen besser jene der Auto-Hersteller: Wie etwa das bereits bestellbare neue E-Klasse Coupé, das – im Gegensatz zum Vormodell – auch wirklich auf der großen „E-Plattform“ basiert. Und trotzdem um rund 100 Kilo abgespeckt hat. Oder vom aufgefrischten Octavia die Sport- bzw. Offroad-Version RS bzw. Scout, die beide (hoffentlich) auch bald bestellbar sind

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