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,Beständiger Wind’ weht ständig aus Wolfsburg

Im November 2014 kam die achte Generation des VW Passat auf den Markt. Seit dem Debüt der ersten sind bereits 42 Jahre vergangen. Lange genug, um den Namen Passat auch richtig deuten zu können – als sehr beständigen Wind. Und genau so fühlt man sich von Wolfsburgs neuer Mittelklasse umschmeichelt. Gegenüber dem Vorgänger in jeder Hinsicht verfeinert, ist man auch bei Nr. 8 fest überzeugt: Besser geht’s nimmer!

vw_passat_variant Keine Chance! Jeder Lehrbub in der Auto-Branche wusste, was dem Neuwagen-Handel im Februar blüht – nämlich ein gewaltiges Zulassungs-Minus. Kein Wunder: Gegen den Super-Februar 2014, als die Angst vor der NoVA-Reform die Vorzieh-Käufe in lichte Höhen trieb, war heuer kein Kraut gewachsen. Große Ausnahme: Die Kombis und Limos neuer Mittelklasse-Baureihen haben den Abwärts-Trend nicht nur negiert, sondern geradezu traumhafte Zuwächse verzeichnet: Ford konnte beim Mondeo +41,79% verbuchen, Volkswagen beim Passat +74,37% und Mercedes bei der C-Klasse sogar +134,87%.

Auto-Kaufberatung.at hat den Silber-Platzierten unter die Lupe genommen. In Vergleichs-Tests holt sich das Auto des Jahres 2015 allerdings mit schöner Regelmäßigkeit Gold. Durchaus nachvollziehbar, wie wir in einem ersten Kurz-Test er-fuhren. Wofür uns jedoch kein fett ausstaffierter Überdrüber-Passat zur Verfügung stand, sondern der beliebte 150-PS-TDI-Variant in „schlichter“ Comfortline-Ausstattung plus DSG-Automat – und damit auch der stärkste Diesel-Passat, für den noch keine AdBlue-Versorgung erforderlich ist. Außer man wählt den 150-PS-Selbstzünder samt 4Motion (ist nur mit Schalt-Getriebe erhältlich), der wegen der zusätzlich angetriebenen Hinterachse besagter Harnstoff-Lösung bedarf, um die Euro-6-Hürde zu überwinden.

Eine Angebots-Übersicht liefert die Preis-Liste für den Passat, wo sich wie üblich auch alle Ausstattungs-Details und die technischen Daten befinden. Jene TDI-Modelle, die mit dem Stickoxid killenden SCR-Kat gekennzeichnet sind, sind auch jene, die über einen AdBlue-Tank verfügen. Will oder muss man diesen selber auffüllen, empfiehlt sich ein Blick auf jenes VW-Video, zu dem es bereits in der Meldung vom 24. März einen Link gibt.

Doch zurück zum Test-Exemplar, einem Volkswagen in Reinkultur. Heißt einerseits: Lediglich mit allem an Bord, was man unbedingt braucht. Allein dafür entfleuchen aber schon 39 Blaue vom Konto. Heißt jedoch andererseits auch: Man erkennt auf Anhieb, wofür man beim Neo-Passat zur Kassa gebeten wird – für eine Detail-Perfektion, die man bei den meisten Mitbewerbern weder für Geld noch gute Worte bekommt.

Ein einziges Ergonomie-Beispiel macht bereits klar, was wir meinen: Egal, ob kleine oder große Statur. Hat man sich auf dem Fahrer-Sitz ideal positioniert, liegt der linke Arm wie maßgeschneidert auf der Armlehne der Tür. Gleichzeitig lassen sich die Schalter für die E-Fensterheber allein mit minimaler Finger-Bewegung bedienen, ohne die entspannte Armhaltung auch nur geringfügig verändern zu müssen. Lächerlich? Na, dann probieren Sie das mal ganz bewusst und ohne Mogelei in Ihrem eigenen Auto. Sie werden staunen!

„Intuitive Bedienung“. Jeder Autohersteller strapaziert diese Floskel. Beim Passat Nr. 8 ist sie definitiv keine. Okay, die Klima-Regler könnten etwas höher angeordnet sein (fragt sich nur, wo?), dafür muss man öfter abzurufende Funktionen nicht in irgendeinem Untermenü auf dem Touchscreen ertasten. Wobei: Auch das Fingertappen auf dem Display erfordert nicht allzu viel Konzentration – dank wirklich berührungsempfindlicher Schaltflächen, klarer Symbole und verständlicher Hinweise. Meistens jedenfalls. Alles kapieren ältere Semester wie wir ja doch nicht ad hoc. Übrigens sind wir mittlerweile in die unendlichen Weiten der VW-Optionen eingetaucht: Der gefahrene Comfortline-Passat war mit der aufpreispflichtigen Navi-Funktion „Discover Media“ inklusive Radio „Composition Media“ (siehe Preis-Liste Seite 17 und 18) ausgerüstet.

Ja zu Autofahren „pur“! Aber gewisse Assistenzsysteme sollte man sich gönnen

vw_passat_variant_mirror_link So viel zur vorbildlichen Bedienlogik in einem Passat, dessen Serien-Ausstattung zumindest wir nicht als „nackert“ empfanden. Zumal es heutzutage fast schon Seltenheitswert hat, einen gediegenen Neuwagen zu pilotieren, dessen Features nicht permanent vom Straßen-Geschehen ablenken. Was vor allem jene Verkehrs-Teilnehmer erfreuen dürfte, denen man dabei so begegnet. Ein Sarkasmus, der sich natürlich nicht auf die vielen sinnvollen Hightech-Assistenten bezieht, die VW für den Passat offeriert. Um deren Nutzen anschaulich zu demonstrieren, haben wir YouTube nach den wichtigsten bzw. neuesten Systemen durchforstet:

Trailer Assist, Park Assist, Area View, Emergency Assist
Park Assist (ausführlicher)
Side Assist (Blind Spot-Sensor)
Stau-Assistent (Lane Assist, ACC)

Keine Frage: Für Stau-Assistenten und sonstige E-Helferlein, die das Autofahren erleichtern, zahlt sich ein tieferer Griff ins Börsel zweifellos aus. Was dagegen andere technische Feinheiten betrifft, hält VW den Gusto darauf quasi „selbst verschuldet“ in Grenzen. So lobt der Hersteller – durchaus berechtigt – in höchsten Tönen die optionale Progressiv-Lenkung (siehe Seite 19 der Preis-Liste), die gegenüber der Serien-Lenkung nur 2,1 statt 2,75 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag benötigt. Agilität, Lenkwinkel-Bedarf, Ansprech-Verhalten, Präzision in der Mittellage – alles super! Wir haben die progressiv übersetzte Lenkung unter anderem im Golf GTI Performance genossen.

Das Pech für VW: Fehlt diese Vergleichsmöglichkeit, kommt man aufgrund der gelungenen Standard-Lenkung nicht im Entferntesten auf die Idee, für eine sportlichere Auslegung zusätzliche Euros locker zu machen. Unseren ersten Eindruck zur Serien-Lenkung brachten wir wie folgt zu Papier: „Selten eine so gute Abstimmung erlebt. Beim Manövrieren überaus leichtgängig. Zunehmende Lenkkraft mit wachsendem Tempo könnte vom Apotheker dosiert worden sein.“

Angetan waren wir außerdem – so weit wir dies während der Probe-Fahrt auskosten konnten – vom neutralen Fahrverhalten des Fronttrieblers auch in schneller durcheilten Kurven. Man kommt also durchaus ohne adaptive Fahrwerks-Regelung oder die Differenzial-Sperre XDS (gehört nur beim „Power-Passat“ mit 240 TDI-PS zum Serien-Umfang) im wahrsten Wortsinn gut über die Runden.

Das gilt ebenso für die Federung, die zwar recht straff wirkt, den Komfort aber selbst auf Kopfstein-Pflaster nicht spürbar beeinträchtigt. Im Gegenteil: Überquert man mit dem Passat höhere Fahrbahn-Schwellen versehentlich einmal zu flott, wird dies nicht gleich mit einem durchschlagenden Feedback quittiert. Erkenntnis: Sucht man intensiv genug nach dem besten Kompromiss, kann auch eine konventionelle Stahl-Federung durchaus überzeugen.

Ganz und gar keinen Kompromiss, sondern eine harmonische Partnerschaft gingen das 150 PS starke TDI-Triebwerk (samt unauffällig eifrigem Start-Stopp-System) und das Sechsgang-DSG ein. Der nach außen hin etwas knurrige Diesel-Motor, dessen Tonlage von den Insassen aber dank guter Dämmung kaum registriert wird, gefällt durch spontane Gasannahme, das Doppelkupplungs-Getriebe durch sanfte Schalt-Vorgänge.

Klar: Gibt man dem großen Kombi die Sporen, kann man auch herbe Schaltrucke provozieren oder die Traktion überfordern. Wohlgemerkt: Man kann! Und genau das gehört zur Identität des Passat: Er ist berechenbar, hat keine Allüren. Geschweige denn, dass er der Eingewöhnung bedarf. Eine zu subjektive Beurteilung? Mag sein. Vielleicht überträgt sich aber genau so das Gefühl, mit einem soliden, bis ins Detail durchdachten Auto zu fahren.

War’s das schon? Natürlich nicht. Wie gewohnt, hält die Foto-Galerie noch eine Menge weiterer Infos parat.

Stand: März 2015

Website des Importeurs: www.volkswagen.at

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adblue-tank

ADBLUE UND ÖLWECHSEL: NIX IST FIX!

(24.3.2015) Der morgen erscheinende Kurz- Test des VW Passat (so viel sei schon heute verraten) wird einmal mehr bestätigen, dass das derzeit beste Mittelklasse-Modell von Volkswagen kommt. Doch so wenig diese Erkenntnis erstaunt, so sehr reagierten VW- Insider hier zu Lande verwundert, als wir sie mit einer speziellen Info über den neuen T6 konfrontierten, die wir anfangs selber nicht so recht glaubten. Demnach werden die – vermutlich stärkeren – Zweiliter-Diesel zwecks Erfüllung der Euro-6-Norm mit einem nur 13 Liter fassenden AdBlue-Tank ausgerüstet, der bereits nach rund 5.000 km einer Auffüllung bedarf. Eine Behauptung, mit der wir bei Service- wie Marken-Leitern großer VW-Händler durchwegs auf Skepsis gestoßen sind und daher entsprechende Kommentare kassierten: Von „Da wissen Sie mehr als ich“ über „Erscheint mir schwer vorstellbar“ bis zu „Unmöglich! Die Reichweite ist sicher dreimal so lang“. Doch mittlerweile erhielt Auto-Kaufberatung.at von Porsche Austria ein offizielles Statement dazu: „Je nach Fahrbedingung (abhängig vom Volllast-Anteil) kann es sein, dass nach 5.000 Kilometern AdBlue nachgefüllt werden muss.“ Also tatsächlich. Zur Ehren-Rettung der heimischen VW-Spezialisten: Als wir vor wenigen Monaten in Sachen AdBlue zur E-Klasse BlueTEC Recherchen anstellten, bekamen wir aus Mercedes-Kreisen vergleichbare Auskünfte – ehe der MBÖ-Produkt-Manager wirklich für Aufklärung sorgte. Freilich wäre diese schon dort wünschenswert, wo sie der potenzielle Kunde erwartet – nämlich im Rahmen technischer Daten. Anstatt bestenfalls irgendwo im Internet. Immerhin: Auf YouTube findet sich von Volkswagen ein interessantes Video zum Passat TDI mit SCR-Kat, aber auch zu anderen VW-Modellen, denen AdBlue in den Partikel-Filter eingespritzt wird. Einlesen ins Thema kann man sich bei einem deutschen Ratgeber, der Tipps zum Kaufen & Nachfüllen gibt. In der Regel, versicherte uns ein Audi-Techniker, würden von AdBlue abhängige Pkw eine Reichweite von mindestens 15.000 km erzielen – je nach Fahrstil, Fahrzeug-Gewicht und auch Sprit-Qualität: „Fragen Sie mich nicht über den Wasser-Gehalt im Diesel bei Tankstellen im Ausland.“ Eine Frage drängt sich allerdings auf: Ob VW vielleicht doch überlegt, einem Bröckerl wie dem T6 noch vor dem Markt-Eintritt einen größeren AdBlue-Tank zu gönnen? Auch wenn das Nachfüllen, so Porsche Austria, „eine selbstverständliche und unkomplizierte Angelegenheit ist“. ● Unkompliziert kann angeblich sogar der Verzicht auf den Ölwechsel sein – dank Öldialyse! Aber machen Sie sich dazu selbst Bild und Ton. Wir müssen ja nicht überall unseren Senf dazugeben.

jaguar_xf_2015 Jaguars neuer XF tanzt nicht nur auf dem Draht-Seil (siehe Meldung vom 22.3.), sondern auch manchem Mitbewerber auf der Nase rum: Der Oberklasse-Brite brilliert mit tollem Minimal-Verbrauch (3,9 l/100 km beim 163-PS-Diesel) und aufwändigem Fahrwerk. Im Herbst ist Markt-Start (Foto: JLR)

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mazda_cx-3

PREISE VON MAZDA CX-3 UND AUDI Q7

(22.3.2015) Das nennen wir richtig scharf kalkuliert: Nicht nur Hyundai schafft es, in Österreich trotz höherer Steuerbelastung bei manchen Modellen die gleichen Preise wie in Deutschland anzubieten (deshalb ist der neue i20 bei uns eine echte Okkasion). Auch Mazda Austria dürfte für sein kleines, ab Juni lieferbares SUV CX-3 eigentlich so was Ähnliches wie eine Schenkungs-Steuer verlangen. Denn der CX-3-Basispreis von hier zu Lande 17.990 Euro entspricht exakt jenem in Deutschland. Kein schlechtes Entree für den jüngeren Bruder des erfolgreichen CX-5 (runterscrollen). Man darf gespannt sein, ob auch die Preise der CX-3-Versionen in Top-Ausstattung mit jenen in Deutschland vergleichbar sind. ● Eher unvergleichlich mutet der erste Auftritt des neuen JAGUAR XF an. Oder sagen wir besser: Ausflug! Denn ebenso wie im Vorjahr der „kleine“ Bruder XE wird sich die britische Oberklasse-Limousine in die Lüfte schwingen – in Form eines „dramatischen Hochseil-Akts über der Londoner Themse“, so die Ankündigung. Live zu verfolgen am 24. März um 20 Uhr MEZ.

audi_q7 Im Juni kommt die neue Generation des Audi Q7 zu den Händlern. Der Start- Preis beträgt 63.900 Euro für den 218- PS-TDI, der allerdings erst ab Herbst verfügbar ist. Der 272-PS-TDI kostet 67.900, der 333-PS-TFSI 74.900 Euro (Foto: Audi)

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Datum: 20. März 2015

Sommerreifen-Tests: Billig-Modelle in der Kritik

Pünktlich zu Frühlingsbeginn steigen die Temperaturen auf zweistellige Werte. Die Autofahrer sollten also demnächst*) den saisonalen Reifenwechsel vornehmen, da Winter-Pneus bei Temperaturen ab etwa 7°C und trockenen bzw. regennassen Fahrbahnen zu einem Sicherheits-Risiko werden. Wer einen neuen Reifensatz benötigt, stößt bei den Händlern momentan vermehrt auf chinesische bzw. taiwanesische Modelle zu Dumpingpreisen. Aber rechnen sich Billigreifen auf lange Sicht? Und wie sieht es mit deren Sicherheit aus? Ein Beitrag von Daniela Kröger.

sommerreifen_continental Über den ARBÖ-Test hat Auto-Kaufberatung.at bereits berichtet. Und auch der ÖAMTC hat, wie in jeder Frühjahrs-Saison, wieder 35 der aktuellen Sommerreifen-Modelle auf Herz und Nieren getestet. Neben den bekannten Premium-Modellen namhafter Hersteller wie Bridgestone, Continental und Goodyear, die man zum Beispiel hier findet, befanden sich unter den getesteten Reifen auch einige Modelle der unteren Preis-Segmente.

Erfreulicherweise wurde gleich ein volles Dutzend der aktuellen Pneus mit dem Test-Urteil sehr empfehlenswert benotet. Der Großteil musste sich jedoch mit dem Urteil bedingt empfehlenswert begnügen, während zwei Modelle (je eines pro getesteter Reifen-Dimension) sang- und klanglos durchfielen. Bei einem davon handelt es sich um ein Fabrikat des taiwanesischen Reifen-Herstellers Nankang.

Das deckt sich im Übrigen mit fast allen anderen Tests, die derzeit durchgeführt werden. Die günstigen Reifen aus Fernost sind bei österreichischen Autofahrern nicht eben beliebt. Die hiesigen Konsumenten scheinen den Gummis, die mitunter ein Drittel günstiger sind als die Pendants der bekannten Marken-Hersteller, nicht zu trauen. Und sie tun gut daran: Eine durch ein deutsches Vergleichs-Portal vorgelegte Kosten-Analyse belegt eindrucksvoll, dass man durch die niedrigen Anschaffungs-Preise mitnichten Geld einspart.

Für den besagten Test nahm man drei Reifen-Modelle unter die Lupe, die auffallend häufig verwendet werden. Darunter auch der Wanli S1200 aus China, der im direkten Vergleich mit dem Conti Premium Contact 5 nur verlieren konnte. Schon bei einer kurzen Internet-Recherche wird ersichtlich, dass der chinesische Reifen der Kraftstoff-Effizienzklasse E angehört und damit laut EU-Verordnung rund 0,14 Liter mehr Sprit-Verbrauch als das deutsche Modell verursacht. Die Ersparnis bei der Anschaffung relativiert sich also bereits mittelfristig. Noch interessanter ist natürlich die Frage nach der Sicherheit.

Wie sicher sind die Reifen aus Fernost?

sommerreifen_bridgestone Nicht alle Reifen aus China – nicht einmal die ganz billigen – müssen zwangsläufig schlecht sein. Beispielhaft seien hier die Marken Westlake und Goodride erwähnt, die im vergangenen Jahr in einigen Tests überraschend gute Noten erhielten. Bei Bremstests auf nasser Fahrbahn ließen sie einige der so genannten Premium-Modelle hinter sich.

Doch unter den chinesischen Marken (von denen weit über 300 offiziell verzeichnet sind) ist das beileibe nicht die Regel. Vor allem bei der Dauer-Haltbarkeit muss man als Autofahrer Abstriche machen. Und derzeit ist es noch immer so, dass ein sehr günstig produzierter Reifen entweder eine gute Energie-Bilanz oder den nötigen Grip aufweist – selten aber beides.

Der Kauf eines Billig-Reifens ist daher fast immer mit gewissen Nachteilen in puncto Sicherheit verbunden. Wer bei der Qualität keine fragwürdigen Kompromisse eingehen will, sollte besser ein paar Euro mehr in ein bewährtes Reifen-Fabrikat investieren.

*) Hinweis von Auto-Kaufberatung.at: Die Winterreifen-Pflicht endet erst am 15. April. Wer davor auf verschneiten Straßen bereits mit Sommer-Pneus unterwegs ist, riskiert bei einem Crash, von seiner Versicherung nur ein Achselzucken zu ernten.

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vw_t6_tristar SPRÜCHE Nr. 50 „Der Vorverkauf für VWs neue Transporter-Generation T6 startet in der 17. Kalenderwoche.“

Das war heute (18. März 2015) in Hannover die wichtigste Termin-Information, die Volkswagen Nutzfahrzeuge zum neuen „Bulli“, dem T6, verlautbart hat. Voraussichtlich ab Juli soll er dann auch lieferbar sein. Erste Bilder vom Newcomer sind Mitte April zu erwarten, wenn er in Amsterdam offiziell vorgestellt wird. Optisch dürfte sein Auftritt gegenüber dem aktuellen T5 keiner großen Gewöhnung bedürfen. Mit einer neuen Design-Sprache ist erst 2020 zu rechnen, wenn der komplett neu konstruierte Nach-Nachfolger T7 auf den Markt kommen wird.

Dafür tut sich umso mehr im Interieur des T6, von dem es zumindest schon eine Skizze gibt. Wie ersichtlich, ist das Cockpit deutlich eleganter geraten – eine Abkehr vom eher klobigen Layout im T5, wobei Ergonomie und Funktionalität (siehe auch die großzügigen Ablagen) ebenso hervorragend sein sollen wie bisher. Dazu soll auch das Easy-Entry-System in der Kombi- und Caravelle-Version beitragen, wodurch der Fond leichter zugänglich ist. Und in Sachen Multimedia- und Assistenz-Systeme dürfte der „Bulli“ in seinem Segment wieder zur Spitze aufschließen – oder überhaupt diese markieren. Zumal VW LFN diesbezüglich im gut sortierten Konzern-Angebot aus dem Vollen schöpfen konnte.

Völlig neu präsentiert sich die Motoren-Palette, die auch dank optimierter Karosserie-Aerodynamik und durchwegs eingesetzter Start-Stopp-Automatik mit einem reduzierten Norm-Verbrauch von 15% aufwarten kann. Optimiert wurden außerdem Geräusch-Dämmung und Ansprech-Verhalten. Zur Wahl stehen ausschließlich Zweiliter-Aggregate, die in der Diesel-Abteilung 84, 102, 150 und – als BiTurbo – 204 PS leisten. Nominell gleich stark wie die Top-TDI sind die beiden Benziner mit 150 und 204 PS.

Die beiden Einstiegs-Diesel sind mit einer 5G-Schaltung kombiniert, die beiden stärkeren wahlweise mit 6G-Schaltung oder 7G-DSG. Die Benziner sind dem Vernehmen nach mit 6G-Schaltung (150 PS) oder 7G-DSG (204 PS) zu haben. Alle 150- und 204-PS-Modelle sollen zudem mit Allrad-Antrieb verfügbar sein. Sparmeister ist der 102-PS-Kombi, der im Norm-Zyklus mit 5,5 l/100 km das Auslangen findet. Was uns leider nicht bestätigt vorliegt: Ob die Reichweiten-Angaben zu dem in einem deutschen Medium angekündigten AdBlue-Tank für den EU-6-Selbstzünder den Tatsachen entsprechen. Weshalb wir diese Info nicht ohne Gegen-Recherche übernehmen. NACHTRAG: Siehe Meldung vom 24.3.2015.

vw_lnf_vorstand Scholz ist stolz: Trotz der Krise im wichtigen Absatz-Markt Südamerika steigerte Volkswagen Nutzfahrzeuge 2014 den Umsatz um 2,2% auf 9,6 Mrd. Euro, verkündet Markenvorstands-Vorsitzender Dr. Eckhard Scholz (4.v.r.). Flankiert wird das Top-Management vom ersten „Bulli“ und der Vorjahres-Studie „Tristar“ (Foto: VW LNF)

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STRAFE? NICHT MIT HEAD-UP-DISPLAY!

(17.3.2015) Die Scharfmacher sorgen beim Verkehrsrecht wieder für Diskussionsstoff: Schon Ende 2014 schlug das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) eine Abschaffung der Toleranz-Grenzen bei Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit vor. Jetzt ist die Debatte darüber neu entflammt, zumal „null Toleranz“ bei Tempomessungen in den „Pionier-Bundesländern“ Steiermark und Salzburg zu einer Reduktion der Unfall-Häufigkeit von 25% geführt haben soll. Natürlich gibt es auch bei der „Null-Toleranz-Methode“ aufgrund möglicher Mess-Ungenauigkeit der Radar-Geräte eine gewisse Schwankungs-Breite. So werden bei einem Tempo-Limit von 50 km/h auf jeden Fall 55 km/h gesetzlich toleriert, bei 130 km/h liegt die Toleranz-Grenze zumindest bei 137 km/h. So weit, so knapp. Ärgerlich ist freilich, dass Tempo-Sünder in der Alpen-Republik seit jeher – und durch den Vorstoß von Salzburg und der Steiermark erst recht – von Land zu Land unterschiedlich bestraft werden. Doch von einer einheitlichen Regelung, wie u.a. vom ARBÖ gefordert, ist man leider trotzdem weit entfernt. Interessant erscheint, wie sich die Stimmung in der Bevölkerung in den letzten drei Monaten dazu entwickelt hat – sofern das diesbezügliche Voting auf ORF.at entsprechende Rückschlüsse erlaubt: So meinten Mitte Dezember 2014 zur Frage, ob man die Toleranz-Grenzen abschaffen solle, 58,29% nein, weil ein paar km/h auf jeden Fall toleriert werden könnten, und 30,61% nein, aber die Grenzen sollten zumindest bundesweit einheitlich sein, und 11,11% ja, denn ein Tempo-Limit sei eben ein Tempo-Limit. Zu denselben Fragen wurde bis heute Früh wie folgt votiert: 39,61% – 48,58% – 11,82%. Doch das Grundübel rund um eine „Null-Toleranz-Messung“ dürfte der ÖAMTC erfasst haben: In diesem Fall“, so ÖAMTC-Jurist Mag. Nikolaus Authried, „läuft man Gefahr, die Aufmerksamkeit eher auf den Tacho als auf die Straße zu richten.“ Für den KfV, wie zu erwarten, kein stichhaltiges Argument. Für Auto-Kaufberatung.at dagegen Anlass genug, eine klare Empfehlung zu geben: Der nächste Neuwagen sollte unbedingt ein Head-up-Display an Bord haben. Wer sich darauf konzentriert, hat auch immer die Straße im Blickfeld!

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SEHENSWERT: AUTOMESSE SALZBURG

(14.3.2015) Vielleicht war’s etwas flapsig, als wir vorige Woche meinten, dass Genf nicht alles sei. Doch mit Blick auf das kommende Wochenende stimmt’s ja doch irgendwie. Ab 20. März wird’s nämlich auf der Auto-Messe Salzburg auch manche jener Neuheiten zu sehen geben, die nur fünf Tage zuvor noch auf dem Genfer Auto-Salon bestaunt werden konnten. Allein Porsche Austria kündigt für den Salzburger Auto-Event etliche Österreich-Premieren an: Audi RS 3 Sportback, Audi R8 V10, Skoda Superb, VW Caddy und VW Touran. Außerdem sind erstmals Nobel-Marken wie Ferrari, Lotus, Maserati und Tesla in Salzburg dabei. Insgesamt werden nahezu alle Marken vertreten sein, wobei renommierte Händler als Aussteller fungieren. Sogar Modelle von Volvo wird man entdecken – im Gegensatz zur vorigen Vienna Autoshow, wo der Importeur ja abwesend war. Dagegen fehlen in der Mozart-Stadt leider ausstellende Händler von Honda und Subaru. Da nutzt beim Allrad-Spezialisten offenbar auch die örtliche Nähe zum Importsitz nichts, der vor wenigen Jahren von Innsbruck nach Salzburg verlegt worden ist. Dafür steht im dortigen Messe-Zentrum auch die E-Mobilität wieder im Rampen-Licht, wo so „feurige“ Anbieter wie Kreisel ihre Schatten werfen. Außerdem wird im Rahmen der neuen Car Media World dem Thema Mobiles Infotainment erstmals ein eigener Bereich gewidmet. Promi-Highlight: Am Samstag (21.3.) wird sich Ski-Legende Hermann Maier beim Audi-Stand einfinden. Doch wann genau, bedarf offenbar noch der Klärung: Während beim Messe-Veranstalter von 13 bis 15 Uhr die Rede ist, hieß es von Aussteller-Seite zuletzt 15 bis 17 Uhr. Definitiv doppelt nutzbar sind auf jeden Fall die Eintritts-Karten: Denn ebenso wie in Wien, wo die VAS parallel mit der Ferien-Messe abläuft, findet die Auto-Messe Salzburg zeitgleich mit der Garten Salzburg statt.

autofahrende_senioren Autofahrende Senioren als Unfall-Verursacher standen in einem deutschen TV-Magazin wieder mal im Kreuzfeuer der Kritik – und damit unter dem üblichen General-Verdacht, nicht rechtzeitig den „Schein“ abzugeben. Trotzdem: anschau’n!

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TOYOTA FAHREN IST NERVEN SPAREN

(9.3.2015) Dass die Amerikaner einen völlig anderen Auto-Geschmack als wir Europäer haben, steht (Gott sei Dank) außer Zweifel. Doch sobald es um die Verlässlichkeit der eigenen Vehikel geht, herrscht klarerweise Einigkeit. Dies belegt die neueste „Vehicle Dependability Study“ des Marktforschers J.D. Power, der in den USA die Fahrer drei Jahre alter Autos befragte, wie’s mit deren Alltags-Qualitäten bestellt sei. Und wie gewohnt, rangieren Nervensparer à la Toyota und Nobel-Ableger Lexus an der Spitze (mehr Infos dazu erfährt man, wenn man das Foto oben anklickt). Eindrucksvoll auch: In sieben von insgesamt 19 Fahrzeug-Klassen belegen die Marken des japanischen Auto-Konzerns – inklusive US-Tochter Scion – den ersten Platz. Übrigens: Zwei dieser Klassen führt Mercedes an. Und zwar mit den gleichen Baureihen, die schon im DEKRA-GW-Report durch besondere Zuverlässigkeit glänzten – der E-Klasse und dem GLK.

mercedes_glk_350_4matic Die US-Amerikaner schwören wieder auf Mercedes-Qualität: Während das E-Klasse Coupé bei den „Midsize Premium Cars“ für höchste Kunden-Zufriedenheit steht, hängt der GLK bei den „Compact Premium SUV“ seine Konkurrenten ab (Foto: Mercedes- Benz)

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dekra_gebrauchtwagenreport_2015

GEBRAUCHTE: E-KLASSE TOP-KLASSE

(6.3.2015) Was haben Käufer gebrauchter Autos jenen von Neuwagen voraus? Dass sie von den älteren Modellen deren Stärken und Schwächen kennen. Dafür sorgen z.B. Organisationen wie die DEKRA, die jetzt in Deutschland den neuen Gebrauchtwagen-Report veröffentlicht hat. Und dort tummeln sich auf den Sieger-Treppchen der diversen Fahrzeug-Segmente nicht allein altbekannte Zuverlässigkeits-Kaiser aus Japan, sondern vor allem deutsche Modelle! Herausragendes Glanz-Licht dabei ist die Mercedes E-Klasse (und zwar die erste Auflage des W 212 ab 2009), die mit dem besten Mängel-Index von 97,6 ihren Titel als „Bester aller Klassen“ souverän verteidigt. Wie souverän, das zeigt sich in den drei Laufleistungs-Bereichen (0 bis 50.000 km, 50.001 bis 100.000 km und 100.001 bis 150.000 km), wo der Stern-Träger im Segment der Ober- bzw. gehobenen Mittel-Klasse ohne Ausnahme immer die Spitze markiert. Mit 97,5 knapp dahinter in Sachen Mängel-Index setzt sich „Schwedenstahl“ in Szene: Der Volvo S60 bzw. V60 belegt in der Mittel-Klasse gleich zweimal den obersten Stockerl-Platz. Ansonsten werden die Top-Ränge, wie erwähnt, primär von Produkten deutscher Herkunft eingenommen. Allerdings hat man „Exoten“, von denen weniger als 1.000 Exemplare geprüft wurden, nicht bewertet. Bemerkenswert ist außerdem der Zuwachs im Segment der SUV und Gelände-Wagen: Statt 44 Modelle wie im Vorjahr wurden heuer bereits 53 in die Wertung aufgenommen. Dort brillieren vor allem der Audi Q5 und der Mercedes GLK. Und so erfolgte die DEKRA-Benotung: Insgesamt wurden 15 Millionen Haupt-Untersuchungen ausgewertet. Dabei flossen nur jene Mängel in die Statistik ein, die für die Bewertung relevant sind, wie es heißt. Typische Wartungs-Mängel, die eher dem Halter als dem Fahrzeug selber zuzuschreiben seien, wurden nicht berücksichtigt. Hier ein Überblick zum GW-Report 2015. ● Noch WICHTIGER als Zuverlässigkeit ist freilich die Sicherheit: Dazu gibt es zum Renault Trafic, zum baugleichen Opel Vivaro und zum Audi TT die heuer ersten Crash-Tests durch Euro NCAP. Ja, auch wir haben uns bei diesen Modellen mehr erwartet. Die Kriterien werden zwar zunehmend strenger, trotzdem sind die Ergebnisse etwas enttäuschend.

mitsubishi_attrage_rekordfahrt Und sie haben es schon wieder getan: Mitsubishi absolvierte diesmal mit dem 80-PS-Benziner Attrage auf den Philippinen eine Rekord-Fahrt. Dabei wurden mit einer einzigen Tank-Füllung (42 Liter) exakt 1.647,1 km geschafft, was 2,55 l/100 km entspricht! Ein zweiter Attrage mit CVT-Automatik erzielte immerhin 1.517,9 km (Foto: Mitsubishi Motors Philippines)

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AUTOZUKUNFT: GENF IST NICHT ALLES

(3.3.2015) Der Genfer Auto-Salon hat seine Pforten geöffnet (vorerst für die Presse, der offizielle Start erfolgt am 5. März) und schon geistern wieder „Autos von morgen“ durch die Medien. Doch weil sich die News derzeit überschlagen, gehen wir auf zwei Konzept-Fahrzeuge des VW-Konzerns genauso kurz ein wie auf Renaults neue Aktion oder das Rundum-sorglos-Paket für den Jaguar XE. Zum Schluss gibt es handfeste, mitunter vielleicht irritierende Prognosen zu unserer Zukunft mit dem Auto – die freilich längst begonnen hat.

Neuwagen-Käufer will Renault im März mit Vorteils-Wochen auf den Geschmack bringen: Neben vier Jahren Garantie locken ein Umsteiger-Bonus von max. 1.000 Euro und ein weiterer Bonus von 500 Euro, wenn das Auto über Renault Finance den Besitzer wechselt. Außerdem werden während der Vorteils-Wochen 100 Apple iPad mini verlost. Teilnehmer-Karten gibt’s beim Renault-Händler.

Die Briten gehen für den neuen, ab Juni lieferbaren Jaguar XE in die volle Offensive. Und zwar mit der heute in Genf erfolgten Bekanntgabe von „Jaguar Care“. Zu verstehen sind darunter folgende aufpreisfreie Leistungen: 3 Jahre Garantie und turnusmäßige Wartung ohne(!) km-Begrenzung inklusive 3 Jahren Mobilitäts-Garantie. Alle Achtung.

Zwei Einstiegs-Preise gibt es zu vermelden, den ersten sogar exklusiv: Die zweite Auflage des Audi RS 3 Sportback, über den man gleich mehr erfährt, wird in Österreich bei 63.400 Euro starten. Und der neue Skoda Superb wird ab 26.680 Euro angeboten.

Bevor wir bei den Marken alphabetisch fortfahren, noch eine herausragende Info: Europas Auto des Jahres 2015 heißt VW Passat. Die begehrte Auszeichnung wird alljährlich von der internationalen „Car of the Year“-Jury vergeben. Der diesjährige Sieger wurde in Genf bekannt gegeben.

Von den Audi-Neuheiten erscheinen uns zwei hervorhebenswert: Zum einen ist es der soeben erwähnte RS 3 Sportback, dem die Ingolstädter attestieren, das weltweit stärkste Premium-Auto in der Kompakt-Klasse zu sein. Mit dessen Markt-Einführung ist im Mai/Juni zu rechnen. Und zum anderen präsentiert Audi in Genf mit dem Q7 e-tron das – abermals weltweit – erste PiH-Auto mit 6-Zylinder-Diesel und permanentem Allrad-Antrieb. Auf das Markt-Debüt des Sauber-SUV muss man aber wahrscheinlich bis zum Frühjahr 2016 warten.

Für Hyundai zahlt sich der Genfer Messe-Auftritt dieses Jahr besonders aus, zumal einige überarbeitete Modelle in den Startlöchern stehen. Allen gemein sind attraktivere Kühler-Masken als bisher. Wie etwa beim bereits vorgestellten i30. Klickt man dessen Bild an, finden sich im Fototext auch Links zum renovierten i40 und dem neuen i20 Coupé. Was die beiden mittlerweile trennt, ist der Einführungs-Termin. So kommt das i20 Coupé jüngsten Infos zufolge erst im Herbst. Wie angekündigt, im Mai, erscheint dagegen der große i40, der mit optimierten Motoren (Drehmoment, CO2-Werte, Geräusch-Niveau) und erstmals einem 7G-DCT (Doppelkupplungs-Getriebe) aufwarten kann. Dazu gesellen sich Bi-Xenon-Scheinwerfer, neue Alus, ein aufgewertetes Interieur, Fernlicht-Assistent, Verkehrszeichen-Erkennung sowie eine E-Heckklappe, die sich automatisch öffnet, sobald man sich mit dem Schlüssel nähert. Ein richtiger Feschak ist aus dem kleinen, aber praktischen ix20 geworden. Die nunmehr alle auf Euro-6-Norm umgestellten Motoren wurden effizienter, die Diesel-Aggregate haben ein günstigeres Drehmoment, und der 1.6-Benziner kann optional mit einer 6G-Automatik (bisher 4-stufig) geordert werden.

Von Mazda haben wir in den vergangenen Wochen zwar schon alle Neuheiten präsentiert. Doch zum neuen CX-3 gibt’s jetzt erstmals ein paar konkrete Angaben. Neben jenen im Foto beeindruckt auch die Top-Ausrüstung des lediglich 4,27 m langen und 1,55 m hohen SUV. Dazu zählen Rückfahr-Kamera, Head up-Display, Leder-Ausstattung, LED-Scheinwerfer, BOSE-Sound-System, bis zu 18 Zoll große Alu-Räder, Smartphone-Anbindung und etliche Assistenz-Systeme. Man braucht ja nur ein bisserl zu den anderen Baureihen zu schielen, um eine Vorstellung von den CX-3-Qualitäten zu bekommen. Das hübsche Mäulchen im neuen Mazda-Look gehört natürlich dazu.

Mann, muss der steif sein …! Nein, wir wechseln nicht das Thema. Solche Gedanken stellen sich eben ein, wenn man einen „enthaupteten“ Range Rover Evoque dabei beobachtet, wie er – 40 m unter Londons Straßen – den Crossrail-Tunnel durchpflügt. Was dem Offroad-Cabrio anscheinend ohne nennenswerte Verwindung gelingt. 2016 soll es jedenfalls tatsächlich auf den Markt kommen, nachdem die Briten mit dieser Idee schon vor drei Jahren in Genf für Aufsehen sorgten.

Dort heimste Volkswagen heuer nicht nur für den „Car of the Year“-Sieg Anerkennung ein, sondern auch für den enormen Forschungs- und Entwicklungs-Aufwand, den das Unternehmen ungebrochen betreibt. 2014 investierte der „innovationsstärkste Konzern der Welt“ (VW-Boss Dr. Martin Winterkorn) rund 11,5 Mrd. Euro in den F&E-Bereich. Neuer Rekord.

Und weil Genf in Sachen Auto-Zukunft nicht alles ist, wie im Titel behauptet, verweisen wir auf die jüngste McKinsey-Studie, die sich mit den Auswirkungen des autonomen Fahrens beschäftigt. In der Presse-Mitteilung dazu heißt es: „Jede zusätzliche Minute im Auto, in der die Menschen ungestört mobil im Internet surfen, bietet weltweit ein Umsatz-Potenzial von fünf Milliarden Euro jährlich.“ Klingt ja ganz wunderbar in einer auf permanentes Wachstum ausgerichteten Gesellschaft. Auch wenn die Zahl jener im Zunehmen begriffen ist, die nicht wirklich wissen wollen, ob die Praxis (diesmal) hält, was die Theorie verspricht.

Apropos „nicht wissen wollen“. Bei so viel Zukunft sei auch ein verklärter Blick in die Vergangenheit erlaubt: Was waren das für Zeiten zu Auto-Messen, als der Blätterwald alleine wegen Elefantenfüßen rauschte…

vw_sport_coupe_concept_gte Trotz dynamischer Proportionen soll VWs jüngste Studie über eine perfekte Raum-Ökonomie verfügen. Nicht zuletzt dank der günstigen Relation von Außen-Länge zu Radstand (4.870 zu 2.841 mm) und einer Breite von 1.865 mm! Jetzt wär’ der Wendekreis noch interessant… (Fotos: Volkswagen)

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