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NEU GECRASHT: IM DUTZEND WILLIGER

(4.12.2014) Alle Achtung! Sieben von zwölf Autos wurden in einem wahren Crashtest-Marathon durch EuroNCAP mit der Super-Bewertung von fünf Sternen ausgezeichnet. Immerhin vier Sterne konnten Prüflinge aus der Klein- und Kleinstwagen-Szene erzielen. Lediglich Preisbrecher Dacia kam – wieder einmal – nicht über drei Sterne hinaus. Hier alle Ergebnisse im Detail:

Ford Mondeo Traveller
Kia Sorento
Land Rover Discovery Sport
Lexus NX
Porsche Macan
Subaru Outback
VW Passat
Mini Cooper
Opel Corsa
smart fortwo
smart forfour
Dacia Logan MCV

eiskratzen_pickerl Mit Einzug der frostigen Jahreszeit sei daran erinnert, dass Eiskratzen teuer werden kann: Wer den Motor dabei warmlaufen lässt, kann nach § 102 KFG Abs. 4 belangt werden. Und wer das Pickerl beschädigt, sollte sich um Ersatz kümmern, bevor die Exekutive darauf aufmerksam wird (Foto: ÖAMTC)

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DACIA: „GEDOPTE“ DOKKER & LODGY

(2.12.2014) Im robusten Offroad-Outfit und mit schöner Zusatz-Ausstattung zum nicht unterbietbaren Diskont-Tarif – auch in ihrer neuen Top-Version Stepway fahren Dacia Dokker und Lodgy dem Mitbewerb preislich auf und davon. Die jetzt „teuersten“ Dokker- und Lodgy-Modelle starten bei 13.990 resp. 14.690 Euro, sind ab sofort bestellbar und kommen im Jänner 2015 in den heimischen Handel. ● Ebenso ab sofort geordert werden kann das neue Sonder-Modell Amarok Atacama von VOLKSWAGEN, wo die Neuheiten gleich mehrfach auffahren: So ist der Beetle nun sowohl mit neuer Motorisierung (alle Triebwerke erfüllen die Euro-6-Norm) als auch weiteren Infotainment- und Assistenz-Systemen erhältlich. In den Startlöchern steht außerdem der neue, auf 192 PS erstarkte Polo GTI, dessen Preise von 23.740 bis 25.410 Euro reichen. Der Vorverkauf läuft, die ersten Fahrzeuge könnten schon ab Jänner 2015 bei den Händlern zu besichtigen sein. Und schließlich das fürs Frühjahr angekündigte Variant-Modell des Golf R, das von sportlichen Kombi-Fahrern offenbar sehnsüchtig erwartet wird. Und natürlich von betuchten, zumal der Preis des 300-PS-Lasttieres samt Allrad und auch serienmäßigem 6G-DSG bei mehr als 50.000 Euro liegen dürfte.

vw-neuheiten Die aktuellen resp. bis Frühjahr 2015 zu erwartenden VW-Neuheiten reichen rund um das Amarok-Sondermodell Atacama vom technisch aufgefrischten Beetle (samt Cabrio) bis zu den Straßen-Boliden Polo GTI und Golf R Variant (Fotos: Volkswagen, Text-Einfügung: Auto-Kaufberatung.at)

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gilles_camincher PERSONELLES Nr. 51 Laut Mitteilung vom 28. November 2014 setzt die PSA (Peugeot/Citroën) in Europa eine neue Vertriebs-Organisation um. Mit 1. Dezember dieses Jahres wird der bisherige Peugeot Austria-Chef Gilles Camincher (49) zum General-Direktor für Österreich und die Schweiz ernannt. In dieser Funktion zeichnet er für die Ergebnisse aller drei Marken (Peugeot, Citroën und DS) sowie der Zentral-Bereiche in beiden Ländern verantwortlich und berichtet direkt an Denis Martin, den Europa-Chef der PSA.

Mit dieser Struktur schaffe die PSA in Österreich und der Schweiz die Grundlage für kürzere Entscheidungswege und zusätzliche Synergien, erklärt Camincher und betont, „dass die Marken Peugeot, Citroën und DS in der neuen Organisation ihre Eigenständigkeit behalten“.

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SENIOREN-UNFÄLLE: SELTEN, ABER ….

(26.11.2014) Österreichs ältere Autofahrer und Autofahrerinnen (Generation 65 plus) sind zwar relativ selten in Verkehrs-Unfälle verwickelt. Doch die Gefahr, sich erheblich zu verletzen oder sogar umzukommen, ist höher als bei jüngeren Unfall-Opfern. Diese Erkenntnis ergibt sich aus den Analysen der ÖAMTC-Unfallforschung, die brandaktuell soeben veröffentlicht wurde. Für DI David Nosé, den Verkehrssicherheits-Experten des Clubs, ist daher klar: „Die wohl beste Interventions-Möglichkeit sind moderne, crashsicher konstruierte Fahrzeuge mit effektiven Sicherheits-Assistenten sowie einer verstärkten Fahrzeug-Struktur.“ Auf der Website des ÖAMTC finden sich weitere Infos, Studien & Aktionen rund um die Generation 65 plus. ● Mit einer interessanten heimischen UMFRAGE lässt wiederum AutoScout24 aufhorchen. Erhoben wurde bei männlichen wie weiblichen Autolenkern deren Einstellung zu SUVs. Die Ergebnisse im Detail: 61% der Befragten (65% Männer, 58% Frauen) besitzen ein SUV oder würden gern eines besitzen. Rund die Hälfte der Befürworter sieht den primären SUV-Einsatz im alltäglichen Stadt-Verkehr, nur 30% denken an Land und Gelände. Ranking der Kaufgründe: Übersicht durch erhöhte Sitzposition (72%), großzügiges Platzangebot (58%), Gefühl von Sicherheit (57%) und Gelände-Tauglichkeit (44%). Nicht vorstellen, ein SUV zu kaufen, können sich 27%. Die Gründe dafür lauten hoher Preis (65%), enormer Sprit-Verbrauch (58%, wobei das mehr Frauen glauben als Männer) und Parkplatz-Probleme (37%). Etwas seltsam mutet rund ums SUV-Thema an, dass sich 33% der Befragten durch Gelände-Wagen (sic!) im Straßen-Verkehr gestört fühlen. Begründet wird dies einerseits durch deren Höhe und Breite, die anderen Verkehrs-Teilnehmern die Sicht behindert, und andererseits durch deren Luft-Verschmutzung (jeweils 14%). Blockierte Parkplätze werden von 13% moniert. Doch eine Mehrheit von 67%, so heißt es in der AutoScout24-Mitteilung, sieht in den Gelände-Wagen (sic!) ganz normale Pkw. Immerhin. Die meisten Autofahrer dürften mittlerweile wissen, dass ein SUV keine Dreckschleuder sein muss. Bleibt zu hoffen, dass man den Autoren der Umfrage beizeiten verklickert, dass nicht jedes SUV zwangsläufig ein Gelände-Wagen ist. ● Abschließend noch ein Hinweis für die traditionellen „Tiefflieger“ unter den Automobilisten: Ab 28. November steht der neue Passat in den Schau-Räumen der heimischen VOLKSWAGEN-Händler. Bis dahin kann man sich noch etwas Gusto holen.

mazda_cx-3_land_rover_winterdriving SUVs und Offroader in voller Fahrt: Ebenso wie Honda rundet Mazda sein SUV-Angebot nach unten ab. Wobei der neue Mazda CX-3 optisch vor allem durch seine dynamische Silhouette beeindruckt. Britisch cool wird’s dagegen beim Land Rover Winter Driving, zu dem man sich schon anmelden kann (Fotos: Mazda, Land Rover)

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Das Synonym für „großes Auto – kleiner Durst“

Drehgeile, kleinvolumige Benziner. Damit hat man jahrzehntelang Triebwerke made by Honda assoziiert. Dass die Motoren-Gurus aus Fernost aber ebenso sehr effiziente Selbstzünder zu bauen vermögen, haben sie mit der Einführung ihrer neuen Diesel-Generation mehr als deutlich bewiesen. Deren erster Vertreter, das 120-PS-Aggregat, zeichnet sich nicht nur im Civic, sondern auch im CR-V durch äußerst bescheidenen Spritdurst aus.

honda_cr-v Dass der Honda CR-V zu den besonders angenehmen Zeitgenossen unter den Kompakt- SUVs zählt, hat Auto-Kaufberatung.at schon vor zwei Jahren konstatiert. Eine Meinung, der sich – weltweit betrachtet – die meisten SUV-Fans angeschlossen haben. Jedenfalls im ersten Quartal 2014.

Dagegen wird der CR-V in unseren Breiten unter seinem Wert geschlagen. In den ersten zehn Monaten des heurigen Jahres musste er hier zu Lande sogar empfindliche Einbußen hinnehmen. Tendenziell ergeht es vielen seiner Mitbewerber nicht anders. Doch beim CR-V gingen die Neu-Zulassungen gegenüber dem Vorjahr immerhin um 29 Prozent zurück. Und das trotz reizvoller Offerte: Aktuell gibt es die 0-Euro-Aktion, die noch bis Ende des Jahres läuft.

Datenblatt
Motor 16V-Vierzyl.-Turbodiesel, 1.597 ccm, Euro 5
Leistung 88 kW/120 PS bei 4.000/min
Drehmoment 300 Nm bei 2.000/min
Spitze 182 km/h
Testverbrauch 5,5 l/100 km
Normverbrauch 4,7 l/100 km
CO2 124 g/km
L/B/H 4.570/1.820/1.685 mm
Leergewicht 1.566 kg
Gesamtgewicht 2.100 kg
Preis € 33.755,- inkl. 7% NoVA und 20% MwSt. (Ausstattung „Lifestyle“)
Stand: November 2014

Für eine stärkere Verkaufs-Belebung dürfte jedoch die anstehende Modell-Pflege sorgen, die mit technischen Gustostückerln aufwarten kann (siehe AKB-Meldung vom 1.10.2014). Mit dem Markt-Start des aufgefrischten CR-V ist im April 2015 zu rechnen. Einen Monat zuvor debütiert übrigens auch der facegeliftete Civic.

Fakt ist: Wer weiterhin dem Verbrennungsmotor „huldigt“ und auf die hinlänglich bekannten Vorzüge der meisten Kompakt-SUVs nicht verzichten will (bequemer Ein- und Ausstieg, Sitzposition mit bestem Überblick sowie exzellentes Raumangebot in Relation zur Fahrzeug-Dimension), kommt am diesbezüglich beispielhaften CR-V – eigentlich – schwer vorbei. Und noch schwerer am verhältnismäßig leichtgewichtigen 2WD-Modell (dazu finden sich aufschlussreiche Detail-Infos im ersten Kurztest vor gut einem Jahr) mit dem von Grund auf neu entwickelten 120-PS-Diesel.

Warum, ist leicht erklärt: Der im gemischten Fahrbetrieb über eine Dauer von zwei Wochen ermittelte Durchschnitts-Verbrauch von 5,5 l/100 km (inklusive Start-Stopp-System, wie bei allen CR-V mit Schalt-Getriebe) ist für ein Auto dieser Gattung schlicht sensationell. Wobei sich die Abweichung gegenüber dem in der Regel praxisfernen Norm-Mix, den der Hersteller beim Test-Exemplar in gehobener Lifestyle-Ausstattung samt 18-Zoll-Bereifung mit 4,7 l/100 km angibt, in einem erträglichen Rahmen hält.

Und wie fährt sich ein CR-V mit „stillem“ Hinterrad-Antrieb? Wer weder Abstecher ins Gelände machen muss, noch in alpiner Region beheimatet ist, findet mit dem Fronttriebler natürlich sein Auslangen. Vor allem dann, wenn man sich auf nasser Fahrbahn ungestüme Ampel-Starts oder ähnliche Aktionen erspart. Solche Traktions-Defizite bekommt man aber bald in den Griff. Und wem’s peinlich ist, dass er auf verschneiten Straßen seinen vermeintlichen Allradler nicht so souverän bewegt, wie es der Hintermann vielleicht erwartet, kann ja mit einer großen 2WD-Aufschrift signalisieren, womit er tatsächlich unterwegs ist.

Geräumiger SUV: Was will man mehr? Mini-Verbrauch: Was will man weniger?

honda_cr-v Ansonsten unterscheidet sich das Fahrgefühl im Fronttriebler kaum nennenswert von jenem im Allradler. In winkeligen Gassen wirkt das leichtere 2WD-Modell etwas behänder, während der Federungs-Komfort nicht ganz den Level eines 4×4-CR-V 2.2 i-DTEC erreicht – trotz diverser Maßnahmen, um das Fahrwerk ans weitaus niedrigere Gewicht der 2WD-Version anzupassen. Aber hier geht’s bereits ums berühmte „Jammern auf hohem Niveau“.

Zum Fahrverhalten: Enge Kurven durcheilt der CR-V zackiger, als man ihm zutraut. Zumindest bis zu einer gewissen Grenze, die sich durch spürbare Wankbewegungen und einbremsendes Untersteuern manifestiert. Also nicht weiter tragisch, denn das eine hält quasi das andere in Zaum. Auch die Lenkung spielt bei flotter Fahrt mit, zumal sie mit wachsendem Tempo an Zielgenauigkeit gewinnt. Im Stadt-Verkehr und auch beim Manövrieren agiert sie dagegen sehr leichtgängig, wodurch die Kurbelei im Parkhaus nicht weiter stört.

Doch jetzt wird’s Zeit, einen anderen Ton anzuschlagen, denn unser Senior-Tester hat beim Lesen dieser Zeilen mittlerweile einen roten Kopf bekommen: „Aus gutem Grund! Von dem Auto wird ja plötzlich ein völlig falsches Bild vermittelt. Ich empfinde den Honda mindestens genauso fahrsicher wie seine Konkurrenten, egal, ob im Vergleich mit Zwei- oder Vierrad-Antrieb.“ Das wurde ja auch nicht in Abrede gestellt. „Für mich ist es aber so rübergekommen. Ich bin mit dem CR-V immer sehr entspannt unterwegs gewesen – beim Cruisen wie beim Bolzen.“

„Bolzen“, wie es der Senior nennt, lässt sich etwas nobler mit dynamischer Fahrweise umschreiben. Und die taugt dem kleinen, aber bulligen Diesel, der in allen Lebenslagen mit ordentlichem Drehmoment und kräftigem Durchzug brilliert – selbst dann, wenn der ECON-Modus aktiviert ist und das grüne Pflänzchen im Tacho leuchtet. Andererseits lässt sich der CR-V 1.6 i-DTEC anstandslos ungemein niedertourig bewegen. Fraglos mit ein Grund, weshalb der Sprit so wohldosiert verwertet werden kann. Wer dabei immer ideal zur Hand liegt, ist der Schalt-Hebel des exakten Sechsgang-Getriebes. Automatik steht leider keine zur Wahl.

Zu den Highlights des nur 4,57 Meter langen Honda CR-V gehört natürlich auch die räumliche Ökonomie. Hier muss sich er zwar seit dem Frühjahr 2013 vom exakt gleichlangen Toyota RAV4 „maßvoll“ geschlagen geben. Doch dank des besseren Raumgefühls auf den vorderen Sitzplätzen und erst recht dank der genial kommoden Faltmechanik der Fondsitze kann er seinem Landsmann durchaus Paroli bieten. Bloß in einer Hinsicht muss der CR-V passen: Den 124 PS starken Einstiegs-Diesel des RAV4 gibt’s nämlich nicht nur in 2WD- sondern auch 4WD-Kombination (siehe Test).

Um Honda-Freunden die Kaufentscheidung zu erleichtern, findet sich hier die komplette Auflistung aller CR-V-Modelle, wo sowohl Leistung und Norm-Verbrauch als auch Preise auf einen Blick verglichen werden können. Und was dem Senior-Tester sowie uns beim Test-Exemplar noch aufgefallen ist, erfährt man in der Foto-Galerie.

Website des Importeurs: www.honda.at

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WIE STARK IST AUTO-KAUFBERATUNG?

(17.11.2014) Ein bisserl Werbung in eigener Sache wird zwischendurch auch mal erlaubt sein. Denn wenn’s darum geht, die Präsenz illustrierter Artikel über die allerwichtigsten Stichworte Auto und Senioren zu googeln, dann ist „Österreichs Auto-Portal für alle Junggebliebenen“ besonders dick da. Um konkret zu werden: Dicker als alle anderen Online-Medien – wie hier anschaulich dar- gestellt wird. Ohne Tricks und doppelten Boden. Ohne zeitliche oder regionale Einschränkung. Ohne Suchmaschinen-Optimierung. Ohne Marketing-Unterstützung. Ohne einen Cent Investition. Einfach so. „Nur“ dank der Akzeptanz unserer Leserinnen und Leser, pardon, Visitors. ● Eine hohe Akzeptanz könnte auch die Cockpit-Halterung für Smartphones von EasyMount erfahren – sofern sie so felsenfest hält wie beworben, nämlich ohne Kleben, Bohren und Saugnapf. Vor allem eine Saugnapf-Halterung werde bisher zur Navigation im Auto mit dem Smartphone benutzt, heißt es. Doch durch deren Montage an der Frontscheibe sei das Sichtfeld des Fahrers eingeschränkt. Auch die rahmenlose EasyMount-Befestigung lässt sich ohne Werkzeug montieren. Hier wird die Halterung aber einfach in einen Cockpit-Spalt geschoben. Das Smartphone wiederum wird durch das Einlegen einer dünnen Metall-Platte, die per Magnet hält, hinter dem Akku-Deckel oder im TPU-Cover befestigt. Schaden soll das Smartphone dabei keinen nehmen, weil den Herstellern zufolge keine magnetischen Speicher-Medien verbaut sind.

cockpit-halterung_fuer_smartphones Nach dem gleichen Prinzip wie hier funktioniert auch die Air-Halterung, die am Lüftungs-Gitter des Cockpits befestigt wird. Je nach Version bewegen sich die Preise zwischen rund 27 und 29 Euro (Foto: EasyMount)

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thomas_obendrauf PERSONELLES Nr. 50 Laut Mitteilung vom 14. November 2014 bildet Mag. Thomas Obendrauf (44) gemeinsam mit Dr. Alexander Martinowsky ab sofort den Vorstand der Wiesenthal-Gruppe, wo er den kaufmännischen Bereich übernimmt.

Obendrauf fungierte zuletzt als Finanz-Vorstand der AT&S, wo er zuvor während eines 5-jährigen Aufenthalts in China für den Aufbau eines Produktionswerks verantwortlich zeichnete. Der gebürtige Grazer absolvierte ein Studium an der WU Wien, ist geprüfter Steuerberater und zugelassener amerikanischer Wirtschafts-Prüfer (CPA). Zudem verfügt er über einen Executive MBA der University of Chicago.

„Durch seine exzellente Fachkenntnis in den Bereichen Rechnungswesen, Finanzen, Controlling, IT sowie Legal und Compliance“, betont Martinowsky „ist Herr Magister Obendrauf eine ideale Besetzung für die Position des Finanz-Vorstands.“

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TÜV: MAZDA2 GÜNSTIG & VERLÄSSLICH

(9.11.2014) Die Sieger heißen MERCEDES, MAZDA und (dreimal!) PORSCHE. Enttarnt wurden sie durch den jüngsten TÜV-Report, der in Kooperation mit Auto Bild jetzt erstellt worden ist. Darin finden sich nicht allein die Gewinner & Verlierer, sondern alle Modelle, deren Mängelarmut oder -häufigkeit ermittelt wurde. Der Trend hat sich kaum verändert: Je jünger die Autos, desto eher glänzen die deutschen Nobel-Marken, je älter sie sind, desto öfter taucht weit vorne auch TOYOTA auf. Als günstiges, ärgerfreies Fahrzeug aus erster Hand empfiehlt sich einmal mehr der Mazda2. Auch deshalb, weil das aktuelle Modell vom Nachfolger bald in Pension geschickt wird. ● Eine 61-köpfige Jury zeichnete heuer für den traditionellen Automobil-Preis des ARBÖ verantwortlich: In der Kategorie „Start“ gewann der Citröen Cactus, den „Medium“-Sieg errang der BMW i3, und im „Premium“-Feld setzte sich der Porsche Macan durch. Der Umwelt-Preis wurde an den Hyundai ix35 FCEV verliehen und der erstmals vergebene Sicherheits-Preis dem schon mehrmals prämierten Audi virtual cockpit zuerkannt. ● Apropos AUDI: Mit dem Editions-Modell A7 Sportback competition wird der 25. Geburtstag der TDI-Technologie gefeiert. Die noble Coupé-Limousine wird von einer leicht geschärften Version des 3.0 TDI BiTurbo clean diesel – inklusive 8G tiptronic – beflügelt, die 326 PS leistet. Ab 1.400 U/min stehen maximal 650 Nm und bei Vollgas über eine Boost-Funktion kurzzeitig sogar 346 PS parat. Exterieur- und Sport-Paket in dynamischer S-line-Garderobe samt adäquatem Edel-Interieur gehören zum Serien-Umfang. Der Spezial-A7 kostet aber auch die Kleinigkeit von mindestens 82.680 Euro. Etwas günstiger offeriert werden A6 bzw. A6 Avant competition, wo dieselbe Diesel-Power samt S-line-Sport-Paket sowie üppiger Ausstattung und ebenso üppigem Raum-Angebot mit einer Konto-Erleichterung von mindestens 76.060 Euro verbunden ist. Eine Rundum-Überarbeitung hat hingegen Audis Kompakt-SUV Q3 erfahren, dessen Grund-Preis 32.710 Euro beträgt. Die Preise des ebenfalls erneuerten RS Q3 starten bei 68.730 Euro – inklusive künftig serienmäßiger LED-Scheinwerfer.

audi_a7_sportback_und_q3 Mit der Auslieferung des Sonder-Modells A7 Sportback 3.0 TDI competition will Audi im Frühjahr 2015 beginnen. Das Markt-Debüt des erneuerten Q3 ist – wie im Bild ersichtlich – für Februar geplant. Jenes des RS Q3 soll auch noch im ersten Quartal 2015 erfolgen (Fotos: Audi)

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NEUE CRASH-ORGIE / ATTRAGE IST DA!

(5.11.2014) Und wieder mal flogen bei Euro NCAP die Fetzen, besser gesagt: die Blech- und Plastikteile von sechs Kandidaten, die einem Crash-Test unterzogen wurden. Vier davon kassierten jeweils maximal mögliche fünf Sterne – nämlich der BMW 2er Active Tourer und der Nissan Pulsar (gemeinsam mit X-Trail und Qashqai dieses Jahr bereits der dritte 5-Sterne-Nissan) sowie der Skoda Fabia, der von EuroNCAP als Kleinst- statt Kleinwagen bezeichnet wird, weil die Prüfer hier nicht unterscheiden. (Wie groß der neue Fabia wirklich ist, haben wir ja kürzlich am Beispiel des Fabia Combi erhoben.) Der Vierte im 5-Sternen-Bunde ist der Tesla Model S. Von drei auf vier Sterne verbessert hat sich im zweiten Anlauf der Renault Mégane. Womit die Franzosen, die eine Nachbesserung versprachen, Wort gehalten haben. Vielleicht gelingt dies auch den Japanern beim Suzuki Celerio, der sich als einziger der jüngsten Prüflinge mit bedenklichen drei Sternen bescheiden muss. Wie all diese Probanden (außer der „Nachzipfler“ Mégane) von ÖAMTC-Cheftechniker Dr. Max Lang im Detail beurteilt werden, erfährt man auf der Website des Clubs. ● Zu einer interessanten Erkenntnis in Sachen Sicherheit kamen auch die Unfall-Forscher von MERCEDES: Da die aufgefrischte B-Klasse serienmäßig über das Abstandswarn-System Collision Prevention Assist PLUS verfügt, erwartet man, dass die Zahl schwerer Auffahr-Unfälle gegenüber Fahrzeugen ohne adäquates System um bis zu 30% gesenkt werden kann. Erstellt wurde diese Prognose, indem man amtliche Zahlen zur Wirksamkeit des in der B-Klasse bislang serienmäßigen Abstands-Warners ohne (Distronic) PLUS ausgewertet und digitale Unfall-Daten simuliert hat. ● Keiner „Simulation“ bedarf mehr der neue MITSUBISHI Attrage, über den wir bereits vor fünf Wochen berichteten – und der mittlerweile lieferbar ist. Beim Attrage handelt es sich um eine höherwertige, 4,25 m lange Stufenheck-Version des kürzeren Space Star. Gegenüber diesem glänzt die Limousine mit einem laut Hersteller 450 Liter großen Gepäck-Abteil. Soll heißen: So viel Laderaum steht auch dann zur Verfügung, wenn alle Sitzplätze besetzt sind, während die variable Kurzheck-Version in diesem Fall nur 235 Liter bietet (mit umgeklappten Fond-Lehnen bis zu 912 Liter). Im Gegensatz zum Space Star, der sowohl mit einem 71 als auch 80 PS starken Dreizylinder-Benziner angeboten wird, gibt es den Attrage ausschließlich mit 80 PS. Und das ist gut so. Denn mit einer oder maximal zwei Personen an Bord zeigt sich der Motor noch quirlig, voll beladen jedoch wird der kleine Mitsubishi auf Steigungen fast zum Verkehrs-Hindernis. Jedenfalls sind das unsere Erfahrungen mit einem 80-PS-Space Star, über den hier bald ein umfassender Test veröffentlicht wird. Was uns hingegen positiv überrascht hat, sind die Langstrecken-Qualitäten der unscheinbar wirkenden Vorder-Sitze: Ein Kleinst-Wagen, aus dem man sogar als 1,95-m-Fahrer nach mehrstündiger Reise ohne die geringste Verspannung aussteigt, hat einen gewissen Seltenheitswert.

mitsubishi_attrage Kein Hightech-Gefährt, aber ein Wägelchen mit exzellentem Preis-Leistungs-Verhältnis und niedrigen Unterhalts-Kosten – der Mitsubishi Attrage. Die wichtigsten Infos zum asiatischen Neuling finden sich auf der Website des Importeurs (Fotos: Mitsubishi)

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Jagdfieber: Wann er’s nur aushalt, der Scout …

Gelungen! Skodas zweite Scout-Generation stellt die erste glatt in den Schatten. Trotzdem könnte es ihr schwer fallen, die Octavia-Position als Österreichs meistverkaufter Allrad-Kombi auch in Zukunft zu stärken. Grund: „Stiefmutter“ VW schickt fesche Scout-Jäger wie den Seat Leon X-Perience und den Golf Alltrack ins Rennen. Womit der Konzern eine kleine, aber feine Markt-Lücke erschließt: jene der preiswerten Offroad-Kombis.

skoda_octavia_scout Fast könnte man meinen, in der Preisklasse so zwischen 30.000 und 40.000 Euro dreht sich heute alles ums aufstrebende Kompakt-SUV – und der klassische Kombi ist der Wurschtel. Ist er in gewisser Hinsicht auch. Denn auch den Kombi „kann kaner derschlagen“, um hier Heinz Conrads’ liebstes Wienerlied zu bemühen. Ganz egal, bei welcher Modellreihe mit alternativem Limousinen-Pendant: Gegenüber dem Kombi zieht das Stufenheck (bzw. die Fließheck-Limo mit großer Heck-Klappe) in aller Regel den Kürzeren, führt oftmals nur ein Mauerblümchen-Dasein, selbst wenn es noch so elegant geraten ist.

Was liegt angesichts eines solchen Kaufverhaltens also näher, als in besagter Preisklasse einen Kombi zu kombinieren? Und zwar mit den Fahrwerks-Qualitäten eines Allrad-SUV, um damit quasi zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Eine Markt-Lücke, die augenscheinlich nur der VW-Konzern wirklich bedient – zum einen mit dem Skoda Octavia Combi Scout 4×4, der in seiner zweiten Auflage seit Anfang September ausgeliefert wird, und zum anderen durch den Newcomer Seat Leon ST 4Drive X-Perience, der am 17. Oktober sein Markt-Debüt hatte.

Wobei der Dritte im Bunde schon in den Startlöchern steht: Voraussichtlich Anfang 2015 wird erstmals auch ein VW Golf Alltrack offeriert. Sozusagen in Gefolgschaft der nächsten Alltrack-Version des neuen Passat, die preislich freilich etwas höher angesiedelt sein wird. Ungefähr auf dem Level des höher gelegten Audi A4 Avant, der ja gemeinsam mit dem A6 Avant als allroad quattro die Premium-Abteilung der Offroad-tauglichen Kombis im VW-Konzern repräsentiert.

Und was hat der Mitbewerb in dieser Hinsicht zu bieten? In der eingangs erwähnten Preisklasse wenig bis gar nichts. Und wenn, dann Modelle die den Markt zumeist in homöopathischen Dosen durchsetzen. Treffendes Beispiel: Allrad-Pionier Subaru, der vom Kombi namens Outback in den ersten drei Quartalen dieses Jahres gerade mal 42 Stück verkauft hat (Quelle: Statistik Austria).

Ad hoc fällt uns außerdem der Opel Insignia Country Tourer ein, der aber ebenso wie der Passat Alltrack bereits in einer höheren Liga spielt. Erst recht natürlich Volvos AWD-Versionen der Baureihen XC60 und XC70. Ansonsten kommt uns noch Peugeots Diesel-Hybrid 508 RXH mit wählbarer 4×4-Hilfe in den Sinn, der eine Art Sonder-Stellung einnimmt.

Wurde bei dieser Auflistung irgendein Kombi nicht berücksichtigt, mit dem man sich ins mittelschwere Gelände wagen kann, bitten wir um Nachsicht. Ein direkter Scout-Konkurrent dürfte uns aber kaum entgangen sein.

Hot News: Den Octavia gibt’s demnächst auch als „normale“ Allrad-Limousine

skoda_octavia_scout_sebastian_scheibl Keinesfalls vorenthalten wollen wir freilich jene Info zum Octavia, die uns erst vor wenigen Stunden erreichte: Demnach wird außer dem Combi bald auch die Limousine mit 4×4-Antrieb angeboten. Zwar nicht als geländegängige Scout-, aber immerhin als „zivile“ Allrad-Variante. Nach Auskunft von Skoda-Presseleiter Sebastian Scheibl, MSc, dürfte die 4×4-Limo in drei bis vier Wochen (also gegen Ende November 2014) bestellbar sein. Mit der Auslieferung rechnet man ab Ende Jänner bzw. Anfang Februar 2015.

Welche Meriten den Octavia Scout auszeichnen, haben wir im Grunde schon durch den 1.8 TSI Green tec DSG 4×4 er-fahren. Die Erkenntnisse aus der damaligen Probefahrt lassen sich zumindest onroad fast eins zu eins auf den Scout übertragen – trotz dessen auf 171 mm gewachsener Boden-Freiheit. Aber freilich nur fast! Denn diesmal sorgte nicht der 180-PS-Benziner für eine lustvolle Spritztour, sondern der Zweiliter-TDI mit 184 PS, der bisher dem sportlichen Octavia RS vorbehalten war.

Die Krux für das frontgetriebene Sport-Modell: Mit Allrad-Antrieb verleiht der bullige Selbstzünder dem Octavia noch größere Flügel. So erledigt der Scout den Sprint auf 100 km/h in 7,8 Sekunden, wofür der RS Combi 8,3 Sekunden benötigt. Beides sind Werks-Angaben, die sich jeweils auf die Sechsgang-DSG-Ausführung beziehen. Erklärung: Die leistungsstärksten Scout-Modelle haben ausschließlich das Automatik-Getriebe an Bord.

Zum Drüberstreuen noch den Preis-Vergleich (dient gleichzeitig als Link zu allen technischen Daten sowie zur serienmäßigen und optionalen Ausstattung): Mit dem Top-Diesel unter der Haube kostet der RS Combi samt DSG 34.150 Euro (8% NoVA), für den ebenso motorisierten Scout müssen 35.900 Euro (9% NoVA) hingeblättert werden.

Erfreuliches Detail am Rande: Künftig bietet Skoda den Power-TDI auch für andere und damit günstigere Octavia-Modelle an. Der Reiz der Maschine liegt schließlich darin, dass sie Fahrspaß mit erträglichem Sprit-Konsum kombiniert: Je nach Karosse, Aerodynamik und Antrieb begnügt sich der 184-PS-Diesel im Norm-Mix mit 4,6 bis 5,1 l/100 km. Das gefahrene Scout-Exemplar trieben wir laut Bord-Computer zwar auf 8,8 Liter. Doch in Anbetracht einiger Beschleunigungstests und des auf kurvenreicher Strecke anfänglich gewählten Sport-Modus’ hatten wir sogar mit einem höheren Verbrauchs-Schnitt gerechnet.

Jedenfalls empfiehlt sich bei der Motor-Einstellung eindeutig der Normal-Modus. Zum einen erfolgen die DSG-Schaltvorgänge dabei ebenso sanft wie punktgenau. Zum anderen entfaltet das Triebwerk seine Kraft derartig souverän und verzögerungsfrei, dass sich der Wechsel in den hochtourigen Sport-Modus im Grunde verbietet. Der macht bestenfalls dann Sinn, wenn man Serpentinen unbedingt im Rallye-Stil erklimmen will.

Ganz anders verhält es sich bei der Lenkung, die wir ja schon im zuvor erprobten Allrad-Octavia TSI in Normal-Modus nicht wirklich als ausgewogen empfanden. Beim Ansteuern einer Ideallinie wirkt sie zu indifferent und nimmt einem die Lust, das Potenzial des hervorragenden Fahrwerks auszukosten. Kaum nutzt man jedoch den Sport-Modus, lässt sich der Scout wunderbar zielgenau einlenken. Selten, dass sich zwei Modi voneinander so klar unterscheiden. Ein dritter Modus als „Übergang“ steht allerdings auch nicht zur Wahl (siehe unten Foto-Galerie).

Bemerkenswert, wenngleich schon erwähnt, ist die Fahrsicherheit des Octavia Scout. Die gegenüber den Standard-Modellen mit Front- und Allrad-Antrieb um 31 mm größere Boden-Freiheit sorgt auf unwegsamem Terrain zwar für den erwünschten Effekt, wird auf Asphalt aber selbst in flott durcheilten Kurven nicht unangenehm registriert. Möglich, dass man im direkten Vergleich etwas mehr Seiten-Neigung oder minimale Einbußen beim Federungs-Komfort verspürt. Aber nachdem man dies nur vermuten kann, gebührt den Technikern für die Fahrwerks-Adaption ein ganz dickes Lob.

Trotz allem hat Auto-Kaufberatung.at hinterfragt, wie Skoda mit der neuen Konkurrenz umgeht, die dem Octavia Scout unterm eigenen Konzerndach erwächst. Wir sprachen darüber mit Sebastian Scheibl (28), der im heurigen Frühjahr die Marken-Kommunikation übernahm.

„Skoda setzt auch beim Scout auf die zahlreichen Octavia-Stammkunden“

seat_leon_x-perience Auto-Kaufberatung.at: Zahlt es sich aus, ins Scout-Programm auch den 180-PS-Benziner aufzunehmen? Da ist doch ein Anteil von kaum mehr als einem Prozent zu erwarten – oder?
Sebastian Scheibl: Beim normalen Octavia haben wir 1,7 Prozent im Mix. Wobei man dazusagen muss, dass der Scout eigentlich die Sperrspitze unserer Octavia-4×4-Baureihe ist und damit schon einen gewissen Premium-Anspruch erhebt. Das heißt, es kann sein, dass beim Scout der Benziner-Anteil sogar etwas höher ausfällt.

AKB: Die Einführung des Scout …
Scheibl: … erfolgte zeitgleich mit der Allrad-Messe, die wir für den Marktstart genutzt haben. Das erste Kontingent des Scout wurde also bereits Anfang September ausgeliefert. Beim Händler bestellbar ist er hingegen schon seit Anfang Juli.

AKB: Und bestellt man heute, ist der Scout voraussichtlich wann lieferbar?
Scheibl: Mit der Lieferzeit sind wir wegen der großen Nachfrage mittlerweile im Februar 2015 angelangt. Das ist das einzige Manko, das wir haben. Wobei mir rund vier Monate noch relativ human erscheinen (lacht).

AKB: Jetzt aber widerfährt dem Scout durch den Seat Leon X-Perience im eigenen Konzern heftige Konkurrenz. Der Spanier ist zwar etwas kompakter als der Tscheche, doch bei Seat ist der Leon ebenso ein Zugpferd wie bei Skoda der Octavia. Glaubt man bei Skoda, mit einem nunmehr harten Mitbewerber das Verkaufsniveau des vorigen Scout beim neuen halten zu können?
Scheibl: Der Scout ist zu unserem Glück eine fixe Größe und ein gelerntes Modell und war eigentlich der Begründer der Offroad-Optik im Kompaktwagen-Segment.

AKB: Apropos „kompakt“: Mit der Einordnung des großen Octavia in die Kompakt-Klasse haben manche so ihre Probleme.
Scheibl: Der Octavia ist dort aber definitiv beheimatet, auch preislich.

AKB: Zurück zum Mitbewerb in den eigenen Reihen. Nach dem Leon X-Perience und dem kürzlich angekündigten VW Golf Alltrack ist auch vom neuen Passat mit einer entsprechenden Offroad-Variante zu rechnen. Der Scout wird dann konzernintern also gleich von drei Seiten bedrängt. Daher nochmals die Frage, ob Sie glauben, dass das neue Modell unter diesen Umständen den Verkaufserfolg des Vorgängers wiederholen kann?
Scheibl: Wir gehen davon aus, dass der Scout zirka elf Prozent vom gesamten Octavia-Verkauf ausmachen wird, bisher waren es auch immer so um die zehn Prozent. Und bis dato stehen die Verkaufszahlen gut, wir sind voll im Plan.

AKB: Anders gefragt: Der Mitbewerb im eigenen Haus soll das Geschäft im speziellen Segment der Allrad-Kombis beleben? Und alle sollen davon profitieren?
Scheibl: Genau. Immerhin greifen 29 Prozent der Octavia-Käufer zu einer 4×4-Version, also entweder zum konventionellen Combi mit Allrad oder zum Scout. Wobei der generelle Combi-Anteil beim Octavia 79 Prozent ausmacht. Damit ist der Octavia in Österreich der Pkw mit dem höchsten Allrad-Anteil.

AKB: Und Skoda hofft wirklich – ich muss da ein bisserl insistieren –, dass dies auch so bleibt? Trotz des Markt-Eintritts des Leon X-Perience? Zumal der kompakte Seat-Schönling ja sogar dem Golf bereits Kunden abspenstig macht.
Scheibl: Skoda setzt auch beim Scout auf die vielen Octavia-Stammkunden. (Anm. d. Red.: Bis inklusive September verzeichnet der Octavia heuer ein Zulassungs-Plus von 24,16%.) Zumal sich der Octavia fast schon als Marke in der Marke manifestiert hat. Bei ihm spricht man ja nicht mehr davon, dass man einen Skoda fährt, sondern eben einen Octavia. Dessen Stellenwert erkennt man auch an der hohen Nachfrage nach gehobenen Ausstattungs-Linien. Da macht sich das gute Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich bemerkbar. Der Anteil der Basis-Ausstattung ist dagegen ziemlich gering.

AKB: Wie sieht es denn bei den Tages-Zulassungen aus? Ist dieses Thema auch bei einem insgesamt rückläufigen Neuwagen-Markt – aktuell liegt er um 4,33% unter dem Vorjahres-Wert – immer noch eines, das bei Skoda an Bedeutung verliert?
Scheibl: Skoda selbst ist bei den Neuzulassungen ja im Plus und erzielte in den ersten neun Monaten dieses Jahres mit sieben Prozent einen neuen Marktanteils-Rekord für diesen Zeitraum. Womit wir gleichzeitig den dritten Rang in der heimischen Zulassungs-Statistik belegen. Wir begreifen uns als Fairplayer und sehen Tages-Zulassungen nur punktuell als notwendig an – also wenn man zum Beispiel fürs Service Ersatz-Fahrzeuge benötigt.

AKB: Meine nächste Frage bezieht sich nämlich auf einen Eurer Erzrivalen, der durch Tages-Zulassungen und auch Diskont-Angebote manche seiner Modell-Reihen ordentlich pusht. Ich denke da etwa an den kurz vor der Ablöse stehenden Hyundai i20, der dem variantenreichen VW Polo in dessen Mitbewerber-Umfeld mittlerweile am nächsten kommt und den Skoda Fabia im Verkauf heuer sogar überholt hat, obwohl der i20 ohne Kombi-Version offeriert wird. Ist bei den VW-Konzern-Marken irgendwann eine Reaktion auf diese Hyundai-Strategie zu erwarten, oder will man solche Entwicklungen noch eine Zeit lang beobachten?
Scheibl: Wir beobachten das natürlich. Wobei es mir nicht zusteht, die Strategien von Konkurrenten zu kommentieren. Zum Thema i20 kann ich nur sagen, dass der neue Fabia in den Startlöchern steht …

AKB: … und der neue Hyundai i20 ebenso …
Scheibl: … natürlich auch der i20. Aber der neue Fabia wird in jeder Beziehung erwachsener, innovativer und individueller als sein Vorgänger und damit das vielfältige Skoda-Angebot in dieser Klasse – also gemeinsam mit Rapid und Rapid Spaceback – ganz massiv stärken. (Anm. d. Red.: Siehe dazu unseren „Vorgriff“ vom 1. Oktober. Der Fabia Kurzheck ist übrigens seit 27. Oktober bestellbar.)

Stand: Oktober 2014

Website des Importeurs: www.skoda.at

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